Aachen, Deutschland


Aachen ist eine kreisfreie Großstadt im nordrhein-westfälischen Regierungsbezirk Köln.

Seit 1897 wurden folgende Orte in Aachen eingemeindet:

  • 1897 Stadt Burtscheid
  • 1906 Gemeinde Forst
  • 1922 Bildchen, Lichtenbusch, Sief
  • 1968 Driescher Hof, Hitfeld – beide ehemals Gemeinde Brand
  • 1972 Brand, Eilendorf, Haaren, Kornelimünster, Laurensberg, Richterich, Walheim

 Ausgliederungen:

  • 1968 wurden der Berliner Ring, Wurmbach, Am Reitersweg in die Gemeinde Haaren ausgegliedert.
  • 1974 wurden Münsterbildchen, Rotterdell und der Zeltplatz von Mulartshütte in die Gemeinde Roetgen ausgegliedert.

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik


Kelten und Römer

Spätestens in der Jungsteinzeit zwischen 3000 und 2500 v. Chr. wurde das Gebiet um Aachen von Bauern bewohnt. In der Bronze- und Früheisenzeit war Aachen von Kelten bewohnt, was durch Grabhügel im Aachener Wald und Ausgrabungen im Aachener Elisengarten belegt wird.

Nach den Kelten ließen sich die Römer in Aachen nieder. Ein römisches Bad ist im 1. Jahrhundert unserer Zeit belegt. In der Spätantike wurde der Betrieb der römischen Bäder in Aachen fortgesetzt.

Nach dem Abzug der Römer Ende des 4., Anfang des 5. Jh. war Aachen bis 700 durchgängig besiedelt war (belegt durch Ausgrabungen am Elisengarten 2008/2009).


Die Zeit der Franken und des heiligen römischen Reiches

Der fränkische König Pippin der Jüngere baute einen Hof in Aachen und so wurde Aachen 765 erstmals schriftlich als Aquis-Villa erwähnt.

Sein Sohn Karl der Große, erbte das Fränkische Reich und den Aachener Hof. 768/69 verbrachte er dort zum ersten Mal den Winter.

813 wurde Karls Sohn Ludwig in Anwesenheit seines Vaters in der Pfalzkapelle zum Mitkaiser gekrönt. Karl der Große wurde am 28. Januar 814 auf dem Vorplatz der Kapelle begraben.

Mitte des 9. Jahrhunderts krönte sich Lothar I., der älteste Enkel Karls des Großen, in der Pfalzkapelle zum Kaiser.

936 wurde Otto I. in Aachen zum ostfränkischen König gekrönt. In den folgenden 600 Jahren blieb die Stadt Krönungsort der deutschen Könige ("sedes regia"). Bis 1531 wurden im heutigen Dom 30 deutsche Könige gekrönt, der letzte war Ferdinand I.

Nachdem der Gegenpapst Paschalis III. 1165 Karl den Großen heiliggesprochen hatte, erhielt Aachen am 8. Januar 1166 Stadtrechte sowie die Markt- und Münzrechte von Kaiser Friedrich Barbarossa und wurde Reichsstadt. Aachens Bewohner wurden vom Lehen befreit. Aus dieser Zeit stammt der Kaiseradler im Stadtwappen. Am 29. Juli 1215 bestätigte Kaiser Friedrich II. gegenüber der Stadt Aachen alle Rechte, die sie seit Karl dem Großen erhalten hatte.

Tuchwalker wurden 1258 erstmals erwähnt. Die Aachener Tuchherstellung blieb über Jahrhunderte hinweg der wichtigste Wirtschaftsfaktor in Aachen.

1336 bestätigte Kaiser Ludwig IV. die Stadtrechte der Kaiserstadt Aachen und erweiterte sie auf das Gebiet des Aachener Reiches.

Durch die reichen Erzvorkommen in der näheren und weiteren Umgebung wurde Aachen im 16. Jahrhundert zu einem europäischen Zentrum der Messingindustrie und Kupferverarbeitung. Mit den religiösen Unruhen in Aachen während der Reformation und der Vertreibung der Protestanten verließen viele Kupferschläger die Stadt und ließen sich in der liberaleren Umgebung Vaals und Stolberg nieder.

Seit dem 13. Jahrhundert wurde die Aachener Heiligtumsfahrt durchgeführt, die ab 1349 mit der Ausstellung des Aachener Heiligtümer alle sieben Jahre ihren Höhepunkt erreichte.

Das heutige Aachener Rathaus wurde 1349 auf Initiative der Aachener Bürger unter der Leitung ihres amtierenden Bürgermeisters Gerhard Chorus auf den Überresten des verfallenen Königshalle der Kaiserpfalz errichtet.

1500 wurde Aachen politisch in das System der Reichskreise integriert, als es Teil des niederrhein-westfälischen Reichskreises wurde.


16. bis 19. Jahrhundert

Der Niedergang der Stadt begann im 16. Jahrhundert. Mit der Trennung der Niederlande vom Deutschen Reich verlor Aachen seine zentrale geografische Lage und wurde fortan durch Frankfurt als Krönungsort ersetzt. Während der Reformation gab es massive Unruhen zwischen Katholiken und Protestanten.

1601 hatte Aachen 14.171 Einwohner, von denen nur 2.829 Bürger waren.

1598 spricht Kaiser Rudolf II. die Reichsacht über Aachen aus aufgrund der Differenzen mit dem protestantischen Rat der Stadt. 1611 kommt es zur Erstürmung des Aachener Rathauses durch die Protestanten.


Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Jahr 1611 Protestanten erstürmen das Rathaus in Aachen - Quelle: Geschichtsverein Aachen, Dietmar Kottman

Durch einen Brand in einer Bäckerei an der Jakobskirche am 2. Mai 1656 wurde fast das gesamte gotische Aachen zerstört. 4664 Häuser wurden durch den Brand zerstört und sieben Menschen starben.

In den folgenden Jahren baute der Badearzt François Blondel aus Lüttich Aachen zu einem der modernsten Badeorte Europas aus. Das Bad Aachen erlangte einen gewissen Ruf und wurde von Herrschern wie Zar Peter I. von Russland oder dem preußischen König Friedrich dem Großen besucht, aber auch Männer wie der Komponist Georg Friedrich Händel.

1668 wurde mit dem Ersten Aachener Frieden der Devolutionskrieg zwischen Spanien und Frankreich beendet.

1748 fand in Aachen ein Friedenskongress statt, der den Österreichischen Erbfolgekrieg mit dem zweiten Aachener Frieden beendete.

Nach der Französischen Revolution besetzten 1794 Armeen Aachen und vereinten es mit Frankreich. 1798 wurde Aachen zum Verwaltungszentrum des Département de la Roer, das den Niederrhein umgab.

Von 1802 bis 1825 war Aachen der Sitz des Bischofs.


Ab dem 19. Jahrhundert bis heute

1815 wurde die Stadt nach dem Wiener Kongress in das Königreich Preußen eingegliedert.

1816 wurde Aachen in der Provinz Niederrhein Sitz der preußischen Bezirksregierung.

Die Einführung der Dampfkraft, insbesondere in der Tuchindustrie, die fortschreitende Mechanisierung und die damit verbundene Arbeitslosigkeit sowie Frauen- und Kinderarbeit zu sehr niedrigen Löhnen führten zu Unruhen, die 1830 von bewaffneten Bürgern und Soldaten blutig unterdrückt wurden. Die Rheinische Eisenbahn, 1837 von Köln nach Belgien gebaut, erreichte 1841 Aachen und 1843 Herbesthal.


Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Dom um 1880 - Quelle: Geschichtsverein Aachen, Dietmar Kottman

1918 nach dem Ersten Weltkrieg fiel ein Teil des Aachener Hinterlandes mit dem Kreis Eupen und Teilen der ehemaligen Kreise Monschau und Schleiden an Belgien und blieb elf Jahre lang von belgischen Truppen besetzt. Während dieser Zeit fanden die Aktivitäten einer separatistischen Bewegung statt, die eine Abspaltung des Rheinlandes vom preußisch dominierten Deutschen Reich forderte. Am 21. Oktober 1923 besetzten Aachener Separatisten das Rathaus während eines Putsches. Es gab blutige Auseinandersetzungen zwischen den Separatisten und der Aachener Bevölkerung, die am 2. November von den belgischen Besatzern beendet wurden.

Die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg bedeutete für Aachen einen tiefen Einschnitt in das Wirtschaftsleben. Insbesondere der so genannte Ruhrkampf, die Verlagerung der Zollgrenze an den Rhein, der zunehmende Schmuggel entlang der belgischen und niederländischen Grenzen und der separatistische Aufstand von 1923 trafen Aachen hart. Darüber hinaus wurden Reparationen gezahlt und als negativer Höhepunkt kam die Weltwirtschaftskrise ab 1929 hinzu.

Im Jahr 1933 wurde der Stadtrat aufgelöst. Die führenden kommunalen und staatlichen Amtsträger wurden durch Mitglieder der NSDAP ersetzt. 1937 fand eine Wallfahrtsreise mit 800.000 Teilnehmern statt, die als stiller Protest gegen das NS-Regime galt.

Während der Novemberpogrome von 1938 wurden jüdische Geschäfte und Wohnungen verwüstet und geplündert. Die einzige Synagoge in Aachen wurde in dieser Nacht durch einen Brand zerstört. In den folgenden Jahren wurden 552 Aachener Juden deportiert.


Zweiter Weltkrieg

Im Juli 1941 erfolgte der erste von fünf Luftangriffen. 65 Prozent des Wohnraums wurden dabei zerstört.

Zehntausende von Deportationsopfern, die in Belgien interniert worden waren, kamen durch die Grenzstadt Aachen und wurden dann von der Reichsbahn durch Deutschland in die Konzentrationslager gebracht.

1944 musste Aachen evakuiert werden, und am 21. Oktober 1944 war Aachen nach einer sechswöchigen Schlacht (Schlacht bei Aachen) die erste deutsche Stadt, die von den Alliierten erobert wurde. Damals hatte die Stadt nur noch 11.139 Einwohner. Aachen wurde zunächst von amerikanischen Truppen, dann von britischen und später von belgischen Truppen besetzt.


Nach Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wurden auch aus Aachen stammende und/oder in Aachen lebende Juden sukzessive aus ihren Berufen gedrängt, drangsaliert, verhaftet und deportiert, darunter gemäß Gedenkbuch - Das Bundesarchiv:

Abraham Hilde, Abraham Rosa, Allmaijer Paula geb. Gottfeld, Amberg Anna Charlotte geb. Philip, Andre Erich Daniel, André Etkar Josef, André Henriette geb. Kaufmann, Aron Anna Tobia geb. Stern, Aron Ursula Renate, Asch Berta geb. Wesly, Ascher Erna geb. Bermann, Ascher Helma, Bachrach Claire geb. Mayerbach, Backer Luise geb. Weinberg, Baruch Lilly geb. Blankenstein, Jakob, Berg Abraham Adolf, Berg Ella geb. Höflich, Berg Erna, Berg Eva, Berg Hans, Bernstein Emmi geb. Mayer, Bernstein Johanna geb. André, Bickart Fritz, Bielefeld Clara Babette, Bielefeld Rosalie, Bielschowski Hedwig geb. Gutmann, Bier Mart(h)a geb. Hirsch, Blankenstein Adolf, Blankenstein Alfred, Blankenstein Erna, Blankenstein Hans, Blankenstein Maximilian, Brach Emmy geb. Herzberg, Breuer Henriette, Breuer Jenny geb. Kohn, Breuer Leopold, Breuer Paula geb. Deutsch, Bromberg Ernst, Buchholz Paula geb. Blech, Burghardt Hans, Cahnfeld Clara geb. Levy, Camp Isaac, Clement Josef, Cohen Sophia geb. Breuer, Cohn Rosa, Cohn Luise geb. Mayer, Cölho Elisa geb. Jaulus, Colland Heinz, Culp Klara geb. Levy, Dahl Rudolf, Darmstadt Selma geb. Weinberg, David Dagobert, Eckstein Selma geb. Hirsch, Edelstein Therese, Ehrensperger Auguste geb. Herz, Elkan Ernst, Elkan Si(e)gmund, Elkan Walter, Emrik Dora geb. Rubens, Falk Hermann, Falke Simon, Falkenthin Eugen, Falkenthin Hugo, Felsenstein Herbert, Felsenthal Antonie geb. Francken, Felsenthal Bruno, Felsenthal Erich Bernhard Gustav, Felsenthal Friedrich, Feuer-Taubman Adele geb. Herlinger, Frank Johanna geb. Saul, Francken Betty geb. Schwabe, Frank Edith geb. Holländer, Frank Salli, Franken Anna, Frankenstein Lili, Friedemann Frieda geb. Haimann, Frohwein Ferdinand, Fuchs Auguste geb. Weinhausen, Ganz Erika, Geldere Rosa van geb. Rosenbach, Goldenberg Hans Max Jean, Goldenmacher Günther, Goldschmidt Margit, Goldsteen Emma geb. Hornberg, Goldstein Erna, Goldstein Hans, Gompels Sophia geb. Rosenbach, Gottschalk Jochanan, Gottschalk Kurt, Gottschalk Richard, Grünebaum Luise geb. Kronenberg, Gutkind Dora geb. Servos, Gutmann Paula, Hartoch Alfred, Hartoch Emma, Hartoch Heinrich, Hartoch Helene, Hartoch Henriette, Hartoch Carl, Hartoch Paul, Hartog Gustav, Hasenclever Walter Georg Alfred, Hecht Antoinette, Hecht Julia geb. Marx, Heidelberg Leo, Heidelberg Richard, Heiliger Else Adele geb. Singer, Heineberg Margarete geb. Kaufmann, Hendlich Maria Marianne, Herff Mathias H., Hermann Hermann, Hermann Karl Charles, Herz Benno, Herz Betty, Herz Helmut, Herz Hermann, Herz Josef, Herz Paul, Herz William, Herzberg Kurt, Herzberg Max, Herze Eugen, Hess Edith, Hess Margot, Heumann Kurt, Heumann Oskar, Hildebrand Helena Bertha geb. Hirsch, Hirsch Albert, Hirsch Alfred geb. 28.11.1901, Hirsch Alfred geb. 11.02.1926, Hirsch Erhard, Hirsch Ernst, Hirsch Frieda, Hirsch Heinrich, Hirsch Hermann, Hirsch Karl geb. 12.05.1897, Hirsch Karl geb. 18.09.1897, Hirsch Karola, Hirsch Katharina geb. Kamp, Hirsch Markus, Hirsch Otto, Hirsch Renate, Hirsch Richard, Hirsch Rosa, Hirsch Zilla, Hirtz Hugo, Hochstädter Sofie geb. Schweizer, Höflich Henriette geb. Lewin, Höflich Siegfried, Hornberg Amalie, Hornberg Siegmund, Illfelder Ruth, Inoim Thekla geb. Mayer, Jacoby Rosa geb. Meyerbach, Jakobs Renate, Jaulus Alfred, Joachimsthal Amalie geb. Berg, Joachimsthal Iwan, Joseph Raphael, Josephs Karl, Jülich Carl, Kahn Julie geb. Levy, Kahn Selma geb. Hartoch, Kamm Erna geb. Jellinek, Karpe Hans Wilhelm, Katz Alfred, Katz Berta geb. Andre, Katz Leo, Katzky Luise, Kaufmann Alfred, Kaufmann Bertha geb. Cahen, Kaufmann Elly geb. Herz, Kaufmann Ferdinand, Kaufmann Helene geb. Stern, Kaufmann Herbert, Kaufmann Jenny, Kaufmann Joseph, Kaufmann Leopold, Kaufmann Nettchen, Kaufmann-Asser Heinrich Ritter von, Keller Martha gesch. Roch, Klajn Simom, Kleeblatt Selma Sara geb. Salomon, Klein Paula geb. Herz, Klein Walter Jakob, Kopf Bela geb. Hirsch, Koss Editha geb. Lindemann, Kratz Otto, Lachmann Artur, Leffmann Anna, Leffmann Emma geb. Marx, Lehmann Berta geb. Bein, Levano Günther, Levi Lilo, Levy Berta geb. Hartoch, Levy Joseph, Levy Mathilde, Levy Ruth, Levy Selma, Levy Siegfried, Levy Sophie, Lewald Luise K. geb. Felsenthal, Lewin Erich, Leyens Josef, Leyens Max, Lion Rosalie, Lippmann Emmy geb. Meyer, Loser Erna geb. Meyer, Löwensberg Paula geb. Marx, Löwenstein Erna geb. Frohwein, Löwenstein Gert, Löwenstein Hedwig geb. Katz, Löwenthal Benno, Lucas Amalie geb. Hirsch, Lucas Max, Maas Ida geb. Kamp, Manasse Martha Albertine, Manasse Oskar, Mandel Leopold, Markx Celine, Marx Adele geb. Voss, Marx Hans, Marx Helene geb. Salmang, Marx Otto, Marx Richard, Mathes Josef, Mauersberger Mathilde geb. Hartoch, Mayer Anna geb. Wolf, Mayer Elly, Mayer Eugenie Margret geb. Wolf, Mayer Friedrich, Mayer Hugo, Mayer Paul, Melzer Michael, Mendel Paulina geb. Voß, Mendelssohn Bertha geb. Hirsch, Mendelssohn Carola geb. Franck, Meyer Erich, Meyer Erna, Meyer Heinrich, Meyer Hildegard, Meyer Isidor Jacques, Meyer Margot, Meyer Oscar, Meyer Paula geb. Mayer, Meyerfeld Hans, Meyerfeld Toni, Milich Lilly geb. Hirsch, Mosberg Charlotte geb. Levy, Moser Alfred, Moses Ernst, Nathan Karoline, Neckarsulmer Willy, Neukamp Anna geb. Hertz, Neumark Henriette geb. Meyer, Nussbaum Karl, Osser Doris, Ostheimer Fritz, Paradies Paul, Penth Bertha geb. Meyer, Pinkus Eva Emma geb. Gans, Pintus Dagobert, Pintus Werner, Pitzer Maria Sara geb. Wesly, Poons Esther Dorrtje geb. Grön, Rauch Elisabeth geb. Herzberg, Reichenbach Else, Reissman Israel, Reissmann Sophie, Robens Friedrich, Robens Kurt Karl, Robens Otto M., Rose Walter, Roseboom Klementine Ruth geb. Friedberg, Rosenberg Alice  geb. Cohen, Rosenberg Ernst, Rosenberg Guenther, Rosenberg Hans, Rosendahl Hermann, Rosenfeld Louise geb. Hirsch, Rosenthal Albert, Rotenberg Henny geb. Salmang, Rothschild Rosa geb. Camp, Rubens Alfred, Rubens Walter, Rudgisch Betty von geb. Hess, Ruthenberg Martha geb. Fritzler, Sak Selma, Salmang Marta, Salmang Rudolf , Salomon Antonie geb. Lippmann, Salomon Else Mina geb. Seelmann, Salomon Horst, Salomon Max, Salomon Meta geb. Eichengrün, Salomon Paul Rudi, Salomon Robert, Sander Ruth Lisette, Saul Siegfried, Schloss Werner, Schmitz Albert, Schönbrunn Hella, Schönbrunn Ida geb. Aron, Schweizer Ludwig, Seelmann Ada geb. Süsskind, Seelmann Alfred, Seelmann Ernst, Seelmann Hannah, Seelmann Paul Erich, Selke Thekla geb. Hartoch, Silberberg Hans Max, Silberberg Sophie geb. Hirsch, Sollinger Heinz Joseph, Sondermann Leo, Sonnenberg Ruth, Spagat Alice geb. Speyer, Spiegelberg Julie geb. Schönbaum, Spittel Max Mordechai, Stanislaus Carl, Steinweg Martha, Steinweg Sophia Else, Stempler Adolf, Stern Paul Pinkas, Sternau Alfred Paul, Struch Erich, Struch Georg, Struch Leo, Struch Walter Gustav, Süsskind Alfred, Tuchler Berta geb. Moll, Voss Hans, Voss Helene, Voss Julius, Voss Mathilde Sara, Vriesland Helene van geb. Gans, Wachter Sumer, Wajsbaum Sonia Lili, Walbaum Anna geb. Kaufmann, Walbaum Gisela, Walbaum Klaus Siegmund, Walbaum Werner Josef, Wassermann Else geb. Cahn, Weil Adolf, Weil Arthur Michael, Weil Julius, Weimann Helene geb. Kaufmann, Weinhausen Benjamin, Weinhausen David, Weinhausen Heinz Gustav, Weinhausen Kurt, Weinhausen Leo, Weinhausen Ruth Sibylle, Weinhausen Viktor, Weisbecker Karl, Weizenkorn Anna geb. Leib, Wertheimer Helene geb. Kaufmann, Wesly Hermann, Wesly Pauline, Winter Karl, Wolf Fritz, Wolfssohn Louis, Wongleszweski Karoline geb. Eugelen.

Aus dem 1972 eingemeindeten Brand wurden deportiert: Borkowski Hilda geb. Heumann, Borkwoski Ingeborg, Elkan Else geb. Mathes, Heumann Netta geb. Kaufmann, Katz Berta geb. Andre, Kaufmann Alfred, Polak Elsa geb. Kaufmann gesch. Leisten.

Aus dem 1972 eingemeindeten Eilendorf wurden deportiert: Baum Sophie geb. Salmagne, Höflich Josef, Holländer Frieda, Joseph Rosa, Kann Erich, Kann Helga, Kann Ilse Karoline, Kann Rosa geb. Herz, Katz Simon, Salmang Max, Salmang Sabine.

Aus dem 1906 eingemeindeten Forst wurde Friesem Regina geb. Falkenthin deportiert.

Aus dem 1972 eingemeindeten Haaren wurden deportiert: Claessen Helene geb. Levy, Hartog Emil, Heinemann Frieda geb. Levy, Hirsch Fritz, Hirsch Herbert, Kahn Sophie geb. Buchtal, Levy Alfred, Levy Bernhard, Levy Heinrich, Levy Helene geb. Levy, Levy Hermann, Levy Max, Milich Wolfgang, Robens Carl, Stargardter Veronika geb. Frohwein, Wesly Johanna geb. Frohwein, Wildau Hugo Kurt, Wildau Walter, Woltschonok Frieda geb. Robens

Aus dem 1972 eingemeindeten Kornelimünster wurden deportiert: Andre Norbert, André Henriette geb. Kaufmann, André Hermann, André Max Israel, Kaufmann Heinrich Max, Kaufmann Samuel Max, Klaber Ilse,


1945 bis heute

Zwischen 1945 und 1953 starben 40 Menschen beim Kaffeeschmuggel zwischen Belgien und Deutschland.

1946 lebten wieder 100.000 Menschen in Aachen.

Am 23. August 1946 wurde der nördliche Teil der ehemaligen Rheinprovinz, zu der auch Aachen gehörte, Teil des neu gegründeten Landes Nordrhein-Westfalen.

Vom 1. April 1949 bis 28. August 1958 war der westliche Stadtteil Bildchen Belgisches Annexionsgebiet.

1950 wurde erstmals der Internationale Karlspreis der Stadt Aachen für besondere Verdienste um Einheit und Frieden in Europa verliehen.

Mit der Gebietsreform von 1972 wurde das Stadtgebiet von Aachen durch Eingemeindungen fast verdreifacht. Der Landkreis Aachen wurde aufgelöst und in den Landkreis Köln eingegliedert. Im gleichen Jahr feierte das neue Klinikum Aachen sein Richtfest, das 1985 vom damaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau offiziell an die RWTH Aachen übergeben wurde.

Unter Beteiligung internationaler Ehrengäste wurde 1995 eine neue Synagoge in Aachen eingeweiht.

Am 25. Mai 2009 wurde der Stadt von der Bundesregierung der Titel "Ort der Vielfalt" verliehen.