Auer Joachim Heinrich, 1884, Köln


Joachim Heinrich Auer
Geboren am:

29.04.1884 in Köln

Gestorben am: 15.05.1951 in Freiburg 
Verheiratet: nein
Kinder: nicht bekannt
Geschwister: 3
Eltern: Heinrich Auer (*10.12.1851 in Köln-Nippes – † 24.05.1894 in Köln) und Elisabeth Auer geb. Peschges. 

Das Geheimnis der Kraft ist die Liebe, die, wie alles wahrhaft Erlösende in der Welt, eine Dornenkrone trägt.

Joachim Heinrich Auer wurde am 29.04.1884 in Köln als einziger Sohn des Kaufmanns und Mühlenbesitzers Heinrich Auer und seiner Ehefrau Elisabeth geb. Peschges (verheiratet seit dem 01.05.1877) geboren. Er besuchte das Gymnasium in Köln und Andernach, anschließend studierte er bis 1910 an den Universitäten in Freiburg, Bonn und Heidelberg Geschichte.

1906 verband er sich mit dem Gründer des Deutschen Caritasverbandes, Lorenz Werthmann. Er war Mitglied und zeitweise Vorsitzender der sozial-caritativen Vereinigung katholischer Studenten in Freiburg.


1909 war er Mitbegründer der Akademischen Vinzenzkonferenz in Freiburg. 1910 veröffentlichte er ein Lebensbild über Carl Hilty. Am 01.07.1911 trat er in die Zentrale des Deutschen Caritasverbandes ein. Dort war er als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter an der Zentrale des Deutschen Caritasverbandes in Freiburg im Breisgau tätig. 1913 erfolgte seine Ernennung zum Bibliothekar. Von 1916 bis 1918 nahm er am Ersten Weltkrieg teil. 1922 wurde er Direktor der Bibliothek des Deutschen Caritasverbandes, die er zu einer der größten Fachbibliotheken Deutschlands ausbaute. Außerdem war Heinrich Auer als Mitherausgeber der Schriften zur Caritaswissenschaft sowie des Kirchlichen Handbuches tätig.

Am 01.12.1942 wurde er wegen Kritik am Führer Adolf Hitler denunziert und kam in Gestapo-Haft, und war von 1943 bis 1945 im Konzentrationslager Dachau inhaftiert. Am 29.04.1945 wurde er aus der Haft befreit. Er war Mitglied der Görres-Gesellschaft und blieb zeitlebens unverheiratet.

Folgende Ehrungen wurden ihm verliehen:

  • 1929 Pro Ecclesia et Pontifice
  • 1947 Ehrensenator der Universität Freiburg im Breisgau
  • 1948 Ehrenbürger der Schwarzwaldgemeinde Schollach

Joachim Heinrich Auer starb am 15.05.1951 in Freiburg im Alter von 67 Jahren. Er wurde am 18.05.1951 auf dem Hauptfriedhof in Freiburg im Beisein seiner einzigen noch lebenden Schwester, Mutter Marie Madeleine aus dem Ursulinenkloser Venray in Holland, beigesetzt.


Aus seinen Schriften: 

Wie wenigen Gotteskindern eignet doch die Gabe, im Nebenmenschen nur Gutes zu sehen, ohne sich durch die etwa vorhandenen Mängel irre machen zu lassen. 

Die Menschen kennen, sie mit allen ihren Schwächen kennen und dennoch lieben, das ist die wahre Caritas. 

Wie kann der wahrhaft helfen, der nicht seine Augen aufhebt, „zu den Bergen, von denen mir Hilfe kommt."


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