Berg Ludwig Prof. Dr. theol., 1874, Saarbrücken


Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Monsignore Prof. Dr. theol. Ludwig Berg
Geboren am:

07.12.1874 in Saarbrücken

Gestorben am: 06.01.1939 in Aachen
Verheiratet: nein
Kinder: keine
Geschwister: nicht bekannt
Eltern:

nicht bekannt

Arbeiten für Christus und sein Reich

Ludwig Berg wurde am 07.12.1874 in Saarbrücken geboren und am 15.08.1898 in Köln zum Priester geweiht.

Nach vierjähriger Tätigkeit als Kaplan in Eschweiler wirkte er von 1902 bis 1935 als Religionslehrer und Studienrat an der Hindenburgschule in Aachen. Vielen Schülergenerationen ist er dort nicht nur Lehrer, sondern stets hilfsbereiter Berater und Freund gewesen. Mit seinem liebenswürdigem, gewinnenden Wesen verband sich bei ihm tiefes Verständnis für die Jugend mit ihrem Überschwang und ihren zeitweiligen religiösen und sittlichen Krisen. Seine Art war es nicht, etwas zu zerschlagen; er hatte Zeit bis das Richtige und Gute sich wieder durchgesetzt hatte. Manche seiner Schüler wandten sich auch später, wenn sie längst im Leben und Beruf standen, in ihren Nöten und Schwierigkeiten an ihn, ihren alten Religionslehrer.


Während des Ersten Weltkrieges war Ludwig Berg, der von glühender Vaterlandsliebe erfüllt war, von 1914 – 1915 als Feldgeistlicher bei der 1. Infanterie-Brigade und von 1915 – 1918 im Großen Hauptquartier tätig. Auf diesem schweren und verantwortungsvollen Posten sucht er, auch mit Einsatz des eigenen Lebens, allen alles zu werden, Offizieren und Mannschaften.

Nach dem Kriege wurde er auf Vorschlag der kirchlichen Behörden für mehrere Jahre von 1924 bis 1927 mit der Seelsorge der russischen Emigranten in Berlin betraut.

Für Prof. Dr. theol. Ludwig Berg bedeutete Leben: Arbeiten für Christus und sein Reich. Immer und überall, bei hoch und niedrig, setzte er in diesem Sinne seine ganze Person ein. Wie er Mitbegründer des katholischen Akademikerverbandes und langjähriger Leiter der Aachener Ortsgruppe war, so war er auch fast 20 Jahre lang Präses der Kongregation der Hausangestellten. Und nebenher fand er immer noch Zeit und Kraft zu schriftstellerischer Tätigkeit, namentlich über Fragen der Mission der Heidenwelt und der Union der getrennten Christen, besonders für den Gedanken der Union hat er viele persönliche Opfer gebracht.

Im Sommer 1936 musste er sich einer schweren Operation unterziehen. Aber, obwohl körperlich geschwächt und seit Ostern 1935 im Ruhestand leben, konnte er nicht müßig sein: „Wir mögen leben, wir mögen sterben, wir gehören dem Herrn. Pro Christo et ecclesia schaffte er bis zum Ende seiner Kräfte. Nie schlug er bis zu allerletzt eine Bitte um einen Vortrag oder eine Predigt ab.

Die tückische Krankheit, die 1936 nur gehemmt, jedoch nicht ausheilt war, zwang ihn gegen alle seine Energie Ende September 1938 aufs Krankenlager. Geduldig ertrug er die heftigen Schmerzen seines Leidens.

Monsignore Prof. Dr. theol. Ludwig Berg starb am 06.01.1939 im Alter von 64 Jahren in Aachen.


Gedenkseite 1965