Bergheim (Nordrhein-Westfalen), Deutschland


Bergheim ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen. Das heutige Bergheim entstand erst im Jahre 1975 aus dem Zusammenschluss der Stadt Bergheim mit umliegenden Gemeinden. Bergheim besteht seither aus 14 Stadtteilen.

  • Ahe
  • Auenheim
  • Bergheim-Mitte
  • Büsdorf
  • Fliesteden
  • Glesch
  • Glessen
  • Kenten
  • Niederaußem
  • Oberaußem
  • Pfaffendorf
  • Quadrath-Ichendorf
  • Rheidt-Hüchelhoven
  • Thorr
  • Zieverich

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik


Unterschiedliche Funde belegen frühe Siedlungen auf Bergheimer Gebiet um 4000 v. Chr., vor allem im Norden Bergheims. Um 50 v. Chr. siedelten die Römer in der Gegend um Bergheim. Die römische Fernstraße Via Belgica von Köln nach Boulogne-sur-Mer führte durch das Gebiet des heutigen Bergheims. Nach den Römern übernahmen die Franken das Erftland. Damals lag Bergheim im Grenzgebiet zwischen Gillgau, Kölngau und Jülichgau.


Mittelalter

Bergheim wird erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 1028 erwähnt (einige Stadtteile des heutigen Bergheims auch schon viel früher), in der Hezelin, der Bruder des Pfalzgrafen Ezzo, das ihm gehörende Gut Bergheim, das früher ein königliches Gut war, an die Reichsabtei Kornelimünster verschenkte. Die Abtei blieb bis zum Ende des Alten Reiches im Besitz von Bergheimerdorf.

Die Vogtei über Bergheim wurde ab dem 13. Jahrhundert von den Grafen von Jülich ausgeübt. Sie bauten hier eine Burg. Bergheim entwickelte sich aus der Burgsiedlung. Um 1300 erhielt Bergheim das Stadtrecht. Die Fernstraße Köln-Aachen wurde direkt durch die Innenstadt verlegt. Im Mittelalter war Bergheim Zoll- und Münzstätte der Herzöge von Jülich und ein Ort an dem regelmäßig Märkte stattfanden.

Im Mittelalter war Bergheim ein bevorzugter Ort für Beratungen mit den Herzögen von Jülich-Berg gewesen.

Eine Quittung von Herzog Gerhard von Jülich-Berg für seinen Landrentmeister zu Jülich aus dem Jahr 1440 belegt, dass der Herzog in jenem Jahr in Bergheim mit dem Erzbischof von Köln, Dietrich II. von Moers, und Graf Friedrich IV. von Moers zusammentraf. Auch Gerhards Sohn Herzog Wilhelm von Jülich-Berg besuchte Bergheim. Am 27.06.1492 stellte Herzog Wilhelm hier eine Urkunde aus, in der er sich bei Graf Vincenz von Moers darüber beschwerte, dass einer von seinen Dienern beim Zoll behindert worden war.

1542 wurde die Stadt infolge der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Landesherrn und Kaiser Karl V. weitgehend zerstört. Danach konnte Bergheim erst im 19. Jahrhundert wieder seine frühere Bedeutung erlangen.


1600 bis heute

Nach dem Ende des alten Reiches und dem Übernahme durch Frankreich wurde Bergheim die Hauptstadt des gleichnamigen Kantons im Département de la Roer und nach dem preußischen Einmarsch 1816 eine Kreisstadt. Bergheim blieb somit das übergeordnete Verwaltungszentrum. Mit der Industrialisierung in den 1890er Jahren begann ein neuer Aufschwung für die Stadt. Vor allem die stadtnahen Braunkohlegruben sowie der Anschluss an das rheinische Eisenbahnnetz trugen wesentlich zur Stadtentwicklung bei. Bereits 1935 arbeiteten mehr Menschen in den großen Industriebetrieben - wie Braunkohle- und Chemiewerken - als in der Landwirtschaft und anderen Gewerbezweigen.

Während des Zweiten Weltkrieges litt Bergheim stark unter den alliierten Bombenangriffen und den Kämpfen während der Besatzungszeit im März 1945. Insgesamt wurden 4,2 Prozent der Wohngebäude völlig zerstört, 11,8 Prozent schwer und 37,6 Prozent leicht beschädigt. Nach dem Krieg nahm Bergheim über 5.000 Flüchtlinge, vor allem aus den östlichen Gebieten, auf, was die konfessionelle wie auch soziale Zusammensetzung der Bevölkerung stark veränderte.

Von 1945 bis 2005 hat sich die Einwohnerzahl mehr als verdreifacht.

Seit der kommunalen Neuordnung im Jahr 1975 besteht Bergheim aus 15 Stadtteilen, ist Sitz des Rhein-Erft-Kreises und zahlreicher Verwaltungsstellen.