Beyer August, 1870, Trier


Geboren am: 29.09.1870 in Trier
Gestorben am: 06.06.1919 in Düsseldorf
Verheiratet mit: Maria Beyer geb. Trilsbach
Kinder: 3
Geschwister: 5
Eltern: Adolf Beyer und Magdalena Beyer geb. Geißen

Seminarlehrer in Düsseldorf

August Beyer wurde am 29.09.1870 als Sohn der Eheleute Adolf Beyer und Magdalena Geißen in Trier geboren. Er erlangte er seine Lehrerausbildung auf dem Gymnasium in Trier und im Seminar zu Wittlich und war in Gondenbrett, Püttlingen und Morbach als Lehrer mit solcher Gewissenhaftigkeit und Treue tätig, dass ihm dort ein ehrenhaftes Andenken gesichert ist.

Am 10.09.1898 schloss er in der katholischen Pfarrkirche zu Morbach den Bund der Ehe mit Maria Trilsbach, die ihm 3 Kinder schenkte und in hingebender Aufopferung und Liebe ihm bis an sein Lebensende zur Seite stand.

Da sich August Beyer in seinem Stande sich in jeder Hinsicht auszeichnete, wurde er schon bald als Seminarlehrer in Wittlich angestellt und 1911 wegen seiner hohen musikalischen Kenntnisse als Musiklehrer an das Lehrerinnen-Seminar zu Düsseldorf berufen. Auch für den Kirchengesang blieb er wahrhaft begeistert, sodass es, wie er selbst wiederholt äußerte, sein Herzenswunsch war, als Dirigent eines Kirchenchores tätig zu sein. Hierbei kam seine hohe künstlerische Begabung erst recht zum Ausdruck beim Begleiten der kirchlichen Texte. Unter seiner fertigen Hand blieb die Orgel zwar das, was sie nach den Bestimmungen der Kirche sein soll, eine dienende Magd, die sich unterordnet und anpasst, wurde aber zugleich zum Sprachrohr für den Gang der Handlungen am Altare; seine innige tiefgläubige Seele verstand es, das, was sie im innigsten Gemüte selbst empfunden, wiederzugeben, um es anderen mitzuteilen und auch die zur Andacht zu stimmen.

Leider nur zu früh wurde seinem Leben ein Ziel gesetzt. Schwer war ihm anfangs das Opfer seiner hoffnungsvollen Laufbahn; „Die Kraft dazu, äußerte er selbst, „finde ich nur in der tagtäglichen Kommunion; andere unterrichten kann ich nicht mehr, auch sonst nichts mehr tun für die Menschheit, ich will für sie meine Schmerzen und Leiden aufopfern, dies hilft mir die Härten meiner Krankheit meistern.“

August Beyer starb am 03:30 Uhr morgens am 06.06.1919 im Alter von 48 Jahren in Düsseldorf.



 Gedenkseite 1558