Blank Christian, 1879, Köln-Merheim


Geboren am:

13.05.1879 in Köln

Gestorben am: 21.09.1967 in Bonn 
Verheiratet mit: Elisabeth Blank geb. Lemmerz
Kinder: 2
Geschwister: nicht bekannt
Eltern: Hilger Blank und Margarete Huberta Blank geb. Forsbach

Aus seinem Leben

Christian Blank wurde am 13.05.1879 in Köln-Merheim als Sohn des Landwirts Hilger Blank vom Kuhlenhof und seiner Ehefrau Margarete Huberta Forsbach vom Leuschhof/Urbach geboren. Die christliche Erziehung im Elternhaus war die Grundlage für seine vorbildliche Lebensauffassung.

1907 heiratete er Elisabeth Lemmerz aus Bonn. Sie stand ihm in langer, glücklicher Ehe treu zur Seite. 1954 wurde sie ihm durch den Tod genommen. Aus der Ehe gingen zwei Kinder, sechs Enkel und fünf Urenkel hervor.

Als Beamter, Wirtschaftler und Parlamentarier diente er der Allgemeinheit. Zahlreiche Ehrenämter wurden ihm übertragen. Als alter Korporationsstudent betätigte er sich für die Akademiker, die Hochschulen und den akademischen Nachwuchs. Von seinen weitgespannten Interessen und von seiner stets ungebrochenen Schaffensfreude zeugt sein Lebensweg.


Nach Besuch des Humanistischen Gymnasiums in Köln studierte er zunächst Geodäsie und Kulturtechnik an der Universität Bonn, dann an den Technischen Hochschulen Aachen und Hannover Bauingenieurwesen. Von 1903 an war er im Bau- und Betriebswesen der Eisenbahndirektion Hannover tätig, wurde als Oberregierungsrat in die preußische innere Verwaltung und 1923 als Generalreferent für Tarif- und Verkehrswesen in das Preußische Handelsministerium berufen. Neben seiner erfolgreichen beruflichen Tätigkeit war er seit 1907 in Beamten- und Berufsverbänden sowie auf sozialen und politischen Gebieten tätig. Er war Mitglied der Preußischen Landesversammlung und viele Jahre lang Mitglied des Preußischen Landtages sowie langjähriger Vorsitzer der Zentrumspartei im Wahlkreis Südhannover-Braunschweig.

1934 wurde er aus politischen Gründen von den Nationalsozialisten vorzeitig pensioniert. Doch er resignierte nicht. Mit der ihm eigenen Tatkraft erwirkte er seine Zulassung als Verwaltungsrechtsrat beim Oberverwaltungsgericht Berlin, setzte sich schnell mit einer umfangreichen Praxis für in technische Gebiete fallende Verwaltungsstreitsachen durch und war daneben als vereidigter Sachverständiger für Wasserrechts-, Wasserwirtschafts- und Eisenbahnfragen beim Kammergericht tätig.

Nach dem Zusammenbruch Deutschlands gehörte er 1945 zu den Mitbegründern der CDU in Niedersachsen. Er war Mitglied des Hannoverschen und des Niedersächsischen Landtages. 1946 vom Land in den Verwaltungsrat der bizonalen Hauptverwaltung für Post- und Fernmeldewesen delegiert, wurde er von den Ländervertretern einstimmig zum Vorsitzer des Verwaltungsrates und Leiter der Hauptverwaltung gewählt.

Als Chefpräsident führte er den Zusammenschluss der Postverwaltungen der britischen und amerikanischen Zone und den Wiederaufbau der neuen Hauptverwaltung der Deutschen Post in Frankfurt durch, wofür der ihm nachfolgende Bundespostminister zu besonderem Dank verpflichtet war. 

Christian Blank starb am 21.09.1967 in Bonn im Alter von 88 Jahren an den Folgen eines Oberschenkelhalsbruches.


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