Blankenheim (Ahr), Deutschland


Blankenheim (Ahr) ist eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen, Kreis Euskirchen. 1969 wurden die folgenden Ortschaften zur Gemeinde Blankenheim eingegliedert.

  • Ahrdorf
  • Ahrhütte
  • Alendorf
  • Blankenheimerdorf
  • Dollendorf
  • Freilingen
  • Hüngersdorf
  • Lindweiler
  • Lommersdorf
  • Mülheim
  • Nonnenbach
  • Reetz
  • Ripsdorf
  • Rohr
  • Uedelhoven
  • Waldorf

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik


Blankenheim war vermutlich zur Zeit der Römer ein wichtiger Stützpunkt zwischen Trier und Köln, denn die wichtige Römerstraße zwischen diesen beiden Städten führte direkt an Blankenheim vorbei. Funde einer großen römischen „Villa urbana“ aus dem 1. bis 3. Jahrhundert belegen eine Besiedlung durch die Römer. Im 5. Jahrhundert wurden die Römer von den Franken verdrängt.

Am 23.07.721 machte Bertrada zu Prüm eine Schenkung an Blankenheim.

1112 wird Gerhardus de Blankenheim urkundlich erwähnt.

1115 wird die Burg auf der Felskuppe oberhalb der Quelle der Ahr erbaut. 

1380 werden die Herren von Blankenheim von Kaiser Wenzel in den Grafenstand erhoben. 

1461 macht Kaiser Friedrich III. Graf Dietrich III. von Blankenheim-Manderscheid zum Reichsgrafen. Die Grafen von Blankenheim waren bis zu Beginn der französischen Revolution eines der mächtigsten Häuser in der Eifel, deren Einflussbereich teilweise bis an die Mosel ging. 1794 floh die letzte Gräfin Augusta von Blankenheim-Sternberg vor Napoleons Revolutionstruppen nach Böhmen. Während der französischen Besatzungszeit war eine Mairie und ein Canton im Departement Saar. 

1614 wurden in Hexenprozessen 12 Frauen und zwei Männer verbrannt. Von 1627 bis 1633 fanden weitere Hexenverfolgungen statt. Der gefürchtete Kölner Hexenrichter Dr. jur. Johannes Möden verurteilte 1627 gleich 30 Personen, die auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden.

1815 fiel Blankenheim aufgrund der Beschlüsse des Wiener Kongresses an Preußen und wurde für kurze Zeit Kreisstadt.

Bis Ende des Zweiten Weltkrieges war Blankenheim fast ausschließlich katholisch. Im Bereich der heutigen Gemeinde gab es keine Synagogen oder jüdischen Friedhöfe. Vor 1933 ließen sich nur wenige Juden im Bereich Blankenheim nieder. Nach Flucht und Vertreibung war das jüdische Leben nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Blankenheim gänzlich erloschen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren kamen viele Flüchtlinge aus Pommern, Schlesien und Ostpreußen nach Blankenheim, von denen sich viele auch hier dauerhaft niederließen. Diese Flüchtlinge waren überwiegend Protestanten, so dass für diese 1955/1956 eine eigene Pfarrkirche mit kleinem Gemeindesaal gebaut wurde.

In den 1990er Jahren fanden viele Russlanddeutsche nach Auflösung der Sowjetunion in Blankenheim ein neues Zuhause. Seither gibt auch eine Freie Christengemeinde Blankenheim. Daneben gibt es auch die Fatih Camii–Moschee in Blankenheim, die zum Dachverband DITIB gehört.