Bochum, Deutschland


Bochum ist eine Großstadt in Nordrhein-Westfalen. 

Seit 1904 wurden nach Bochum eingemeindet:

  • 1904 Grumme, Hamme, Hofstede, Wiemelhausen
  • 1926 Altenbochum, Bergen, Teile von Eppendorf, Hordel, Riemke, Weitmar, Teile von Westenfeld
  • 1929 Gerthe, Harpen, Hiltrop, Laer, Langendreer, Linden-Dahlhausen, Querenburg, Stiepel, Werne
  • 1975 Stadt Wattenscheid mit den 1926 eingemeindeten Orten Eppendorf, Günnigfeld, Höntrop, Munscheid, Teile von Königssteele, Sevinghausen, Westfälisch Leithe, Westenfeld

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik

890 bis 1900


890 wurde Bochum erstmals erwähnt. 1321 erhielt Bochum Stadtrechte.

Um 1500 entstand der Steinkohleabbau.

1738 wurde er Bergamt in Bochum eingeführt.

Bis 1806 gehörte Bochum zur preußischen Grafschaft Mark.  Von 1806 bis 1813 gehörte Bochum zum Großherzogtum Berg und von 1813 bis 1815 zum preußischen Zivilgouvernement. 1815 kam die Stadt zu Preußen und wurde der Provinz Westfalen zugeordnet.

1841 begann mit der ersten Zeche der Aufstieg Bochums zur Zechenstadt. In den Folgejahren wurden neue Zechen gegründet, die zusammen mit der Stahlindustrie die Stadt prägten.

1843 erwarb Jacob Mayer ein Grundstück, auf dem eine Fabrik zur Erzeugung von Gussstahl errichtet wurde. 1854 wurde dieser Betrieb in Bochumer Verein für Bergbau und Gussstahlfabrikation umbenannt und entwickelte sich zu einem führenden Unternehmen des Ruhrgebietes.

Der 1843 gewählte Bürgermeister Max Greve unterstütze durch den Aufbau einer Infrastruktur den Aufstieg Bochums zu Industriestadt maßgeblich.

  • 1855 wurde eine Gasanstalt gegründet.
  • 1856 wurde Handelskammer gegründet.
  • 1860 wurde Bochum an die Bahnstrecke Witten – Dortmund – Oberhausen – Duisburg angeschlossen.
  • 1871 entstand ein Wasserwerk.
  • 1874 wurde Bochum an die Bahnstrecke Osterath – Dortmund Süd angeschlossen.

Die Zechen entwickelten sich zunächst aufgrund technischer Schwierigkeiten beim Aufbau langsam. Der Aufstieg begann in den 1880er Jahren, als Kohle für die Stahlerzeugung benötigt wurde. Der wirtschaftliche Erfolg der Zechen und der Stahlindustrie führten zu neuen Arbeitsplätzen, so dass die damalige Bevölkerungszahl schnell anstieg. Für neue Arbeitskräfte, die in Bochum benötigt wurden, wurden Werkswohnungen in Zechennähe geschaffen, die aber vom Bochumer Stadtgebiet abgetrennt waren.

1894 wurde die erste Straßenbahnlinie von Bochum nach Herne in Betrieb genommen.

 

1900 bis heute


Nach dem ersten Weltkrieg wurde das wirtschaftliche Wachstum durch Arbeitslosigkeit und Inflation unterbrochen.

Während des Naziregimes wurde auch wie in anderen deutschen Städten die jüdische Synagoge in der Reichspogromnacht am 09.11.1938 in Brand gesteckt, jüdische Geschäfte und Wohnungen zerstört und die ersten jüdischen Bewohner in Konzentrationslager deportiert.

Etwa 500 namentlich bekannte jüdische Bochumer, kamen beim Holocaust um. Durch den mutigen Einsatz der jüdischen Lehrerin Else Hirsch, die 10 Transporte von jüdischen Kindern und Jugendlichen und anderer verfolgter Gruppen in die Niederlande und nach Großbritannien organisierte, konnten diese gerettet werden.

Mehr als 30.000 Menschen wurden in Bochum als Zwangsarbeiter in der Stahlindustrie und in den Zechen eingesetzt.

Fast 12.000 Tonnen Bomben wurden während des Zweiten Weltkrieges über Bochum abgeworfen. Wichtigste Ziele waren dabei die Stahlindustrie. In der Stadt selbst wurden weniger als 40 Prozent der Gebäude zerstört.

Am 10.04.1945 besetzten amerikanische Truppen Bochum.

Nach Ende Krieges wurde Bochum zur Britischen Besatzungszone. Von der britischen Militärverwaltung wurden zwei DP-Lager für Displaced Persons (Lager für Personen, die nicht an diesem Ort beheimatet sind) errichtet. Die Mehrheit der sogenannten „Displaced Persons“ waren ehemalige Zwangsarbeiter aus Estland, Jugoslawien, Litauen und Polen.

1962 eröffnete die Adam Opel AG drei Opelwerke in Bochum.

1964 wurde das Einkaufszentrum Ruhr-Park fertiggestellt.

Seit 1965 ist Bochum Universitätsstadt.

Die ehemaligen Zechen wurden nach und nach bis 1973 geschlossen.

1979 eröffneten die erste Stadtbahnstrecke und das Ruhrstadion.

Seit 1988 gilt Bochum auch als Musical-Stadt, die am 12.06.1988 mit dem Musical Starlight Express von Andrew Lloyd Webber startete.

Seit 1993 gehört Bochum zur Region Mittleres Ruhrgebiet, ein Zusammenschluss der Städte Bochum, Hattingen, Herne und Witten.

2003 wurde das Veranstaltungszentrum Ruhr Congress eröffnet.

2005 erfolgte die Grundsteinlegung für eine neue Synagoge der jüdischen Einwohner.