Böker Carl, 1836, Barmen


Geboren am:

04.04.1836 in Barmen

Gestorben am: 15.02.1905 in Barmen
Verheiratet mit: Karoline Böker geb. Dossen
Kinder: 1 Kind
Geschwister: nicht bekannt
Eltern: nicht bekannt

Aus seinem Leben

Carl Böker wurde am 04.04.1836 als Sohn eines Bahnwärters in Barmen geboren. Schon früh kristallisierte sich bei ihm ein besonderes künstlerisches Talent heraus. Nach seiner Schulzeit studierte er von 1851 bis 1858 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Karl Ferdinand Sohn und Friedrich Wilhelm von Schadow und war nach seinem Studienabschluss in Düsseldorf als Künstler tätig. Seit 1863 bis zu seinem Tod war er Mitglied des Künstlervereins Malkasten in Düsseldorf sowie der akademischen Künstlervereinigung Orient. Seine Werke fanden große Beachtung, selbst der deutsche Kaiser Wilhelm besaß Werke von ihm.

In Düsseldorf lernte er auch seine Ehefrau Karoline Dossen kennen, die er 1872 in Düsseldorf heiratete. Das einzige Kind der beiden Eheleute starb bereits im Kindesalter. Umso inniger und zärtlicher schlossen sich die Eheleute aneinander an.

Sein Lebensmut schwand mit dem Tod seiner Frau im Jahr 1903. In den letzten Monaten seines Lebens war er auf Pflege angewiesen. Anfang Februar 1905 zog er sich eine schwere Erkältung zu, die zusammen mit seinem Herzleiden zu seinem Tod führte.

Carl Böker starb am 15.02.1905 im Alter von 68 Jahren in Barmen.


Über seine Kunstwerke schreibt Wikipedia:

"Er widmete sich anfänglich biblischen Stoffen, etwa in den Gemälden Josef und Potiphars Weib oder Die Flucht nach Ägypten, ging dann aber in den 1860er Jahren zur Genremalerei über, der sein Werk hauptsächlich zuzuordnen ist. Dazu gehören Motive wie Das gute Zeugnis des Schulknaben und Die kleinen Rekruten. Beide Bilder entstanden 1868; letzteres wurde für Schloss Babelsberg erworben und befand sich im Besitz des deutschen Kaisers Wilhelm I. In den 1880er Jahren wandte sich Böker auch Motiven aus dem bayerischen Voralpenland zu, etwa mit Trachtenbauer Sepp Pauldinger aus Garmisch-Partenkirchen (1889) oder den Ölstudien Schuhplattler aus Schliersee und Bauer aus Hausham/Schliersee aus den 1890er Jahren. Bökers klein- bis mittelformatige Genremalerei, die der Düsseldorfer Malerschule zugeordnet wird, war insbesondere von Karl Joseph Litschauer und Friedrich Hiddemann beeinflusst. Mit der großformatigen Komposition Der Gang zur Kirmes, einer Szene aus dem Glottertal im Schwarzwald, mit der er sich 1870 erstmals an der Berliner Akademischen Kunstausstellung beteiligte, fand er größte Beachtung. Ein Bild Jahrmarktszene erwarb 1913 das Von-der-Heydt-Museum in Wuppertal. Mehrere seiner Arbeiten, darunter Morgentoilette zweier Bauernmädchen (1876), Am Brunnen (1878) und Vogeldiebe im Verhör (1878) erschienen als Holzstiche in den populären Zeitschriften der Zeit." Quelle: Wikipedia


Gedenkseite 1742