Bonn, Deutschland


Bonn ist eine kreisfreie Großstadt in Nordrhein-Westfalen im Regierungsbezirk Köln. Bonn zählt im Jahr 2019 zu den 20 größten Städten in Deutschland.

Von 1949 bis 1990 war Bonn provisorische Bundeshauptstadt und bis 1999 Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland.

Seit 1904 wurden nach Bonn eingemeindet:

  • 1904 Endenich, Dottendorf, Kessenich, Poppelsdorf
  • 1969 Bad Godesberg (mit Friesdorf, Mehlem, Muffendorf, Lannesdorf, Plittersdorf, Rüngsdorf), Beuel (mit Holzlar, Hoholz und dem Amt Oberkassel), Buschdorf, Duisdorf, Ippendorf, Lengsdorf, Lessenich/Meßdorf, Röttgen, Ückesdorf

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik

Von den Römern bis zu Napoleon


Bonn gehört neben Trier und Mainz zu den ältesten Städten Deutschland, denn 12 v. Christus wurde dort ein befestigtes römisches Lager errichtet. Ab dem Jahr 9 n. Chr. ändern wurde in Bonn eine römische Legion stationiert. Um das Lager der Römer siedelten sich Händler und Handwerker an.

Mit dem Ende des römischen Reiches ging der Niedergang Bonns in der Spätantike und im frühen Mittelalter einher.

882 wurde Bonn zweimal von den Wikingern gebrandschatzt.

883 wurde die gerade wiederaufgebaute Stadt von Normannen überfallen und gebrandschatzt.

1243 erhielt Bonn Stadtrechte.

Nach 1288 wurde Bonn Wohnsitz der Kölner Kurfürsten, die sich dort im ab dem 17. Jahrhundert barocke Paläste bauen ließen.

Vom 08.10.1794 bis 1814 war Bonn von französischen Truppen besetzt. Hohe Besatzungsabgaben an Napoleons Truppen führten zu einer Verarmung der Bevölkerung und einer sinkenden Einwohnerzahl. Die Universität in Bonn wurde 1794 von den Franzosen geschlossen. Die Franzosen führten ein bürgerliches Gesetzbuch ein, Betriebe der Textilindustrie siedelten sich an und die Bauten der Kurfürsten wurden verstaatlicht. Am 09.02.1801 wurde Bonn Sitz einer Unterpräfektur im neugebildeten Rhein-Mosel-Departement.

 

Preußisches Königreich bis heute


1815 fiel Bonn aufgrund der Beschlüsse des Wiener Kongresses an Preußen.

König Friedrich Wilhelm III. von Preußen gründete 1818 die neue Universität in Bonn. Professoren, Studenten, Beamte und Offiziere kamen nach Bonn, darunter auch Protestanten, was für das katholische Rheinland eine Besonderheit war. Bonn wurde zur Garnisonsstadt und war auch beliebtes Ausflugsziel.

Nach dem Ersten Weltkrieg war Bonn zuerst von Kanadiern, dann von Briten und schließlich bis 1926 von Franzosen besetzt.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden mehr als 1.000 Bonner Juden ermordet und etwa 8.000 Personen verhaftet oder in Konzentrationslager deportiert. Am 09.03.1945 marschierten US-Truppen in Bonn ein. Da Bonn keine besondere Rolle während des Krieges gespielt hat, war nur ein Drittel der Stadt beschädigt. Am 28.05.1945 übernahmen britische Truppen als Besatzungsmacht die Stadt.

1949 wurde Bonn aufgrund der Teilung Berlins zur Hauptstadt der neuen Bundesrepublik Deutschland und erlebte in den Folgejahren dadurch einen rasanten Aufschwung.

1989 feierte Bonn seinen 2000. Geburtstag.

Nach der Wiedervereinigung verlor Bonn seine Bedeutung als Hauptstadt. Berlin wurde am 03.10.1990 zur neuen Hauptstadt des vereinten Deutschlands.

Nur wenige Ministerien blieben nach Fortzug der Regierung nach Berlin in Bonn. Dafür ließen sich Verwaltungszentralen von deutschen und internationalen Unternehmen in Bonn nieder und trugen zu einem Strukturwandel bei.