Bonse Anna geb. Hüffer, 1878, Rheine


Geboren am: 16.01.1878 in Rheine / Westfalen
Gestorben am: 07.02.1963 in Münster
Verheiratet mit:  Paul Bonse aus Münster
Kinder:  Eduard, Agnes, Burkhard,  Engelbert, Albert und Bernhard
Geschwister: Maria und Elly
Eltern: Engelbert Hüffer und Agnes Hüffer geb. Waldeck

Aus ihrem Leben

Anna Bonse wurde am 16. Januar 1878 in Rheine in Westfalen als Tochter der Eheleute Kaufmann Engelbert Hüffer und Agnes Hüffer geb. Waldeck geboren. Mit drei Jahren verlor sie bereits ihre Mutter. Im Jahre 1892 zog ihr Vater mit ihr und ihren Schwestern Maria und Elly nach Münster. Dort besuchte sie die Schöninghsche Höhere Töchterschule auf der Schützenstraße. Dann verlebte sie ein Pensionsjahr bei den Ursulinen in Boppard und ein halbes Jahr in einem Töchterheim in Wiesbaden.

Erst neunzehn Jahre alt schloss sie am 2. Juni 1897 die Ehe mit dem späteren Staatsforstmeister Paul Bonse aus Münster und folgte ihm nach Volpersdorf in Schlesien, wo er Dienste bei dem Grafen Magnis angenommen hatte. Hier wurden ihre Kinder Eduard, gefallen als Leutnant am 23. April 1917 bei Gavrelle in Frankreich, Agnes, Burkhard und Engelbert geboren.

Anna Bonse geb. Hüffer

Im Jahre 1906 übernahm ihr Ehemann das Forstamt Binnen bei Nienburg an der Weser, das er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1932 verwaltete. In diese Binner Zeit fällt die Geburt ihres Sohnes Albert und ihres Sohnes Bernhard, der am 24. Oktober 1945 in Oranki bei Gorki in Russland als Major der Reserve starb.

Nach der Pensionierung kehrten die Eheleute nach Münster zurück und nahmen mit ihrem Sohn Bernhard Wohnung im alten Rohrschen Hause an der Neubrückenpromenade. Dort starb nach 42-jähriger Ehe ihr geliebter Mann im Alter von 71 Jahren, nachdem sie ihn fast drei Jahre lang aufopferungsvoll gepflegt hatte.

Als der Bombenkrieg immer größere Teile Münsters in Schutt und Asche legte, zog sie 1943 nach Arnsberg zur Familie ihrer Tochter Agnes Bispinck, die dort eine Kriegsheimat gefunden hatte. In der Familie Carl Bispinck mit den Kindern Hermann, Anne und Veronika verblieb sie nunmehr für den Rest ihres Lebens. Mit ihr kehrte sie nach Kriegsende nach Münster zurück und wohnte als verehrter und geliebter Familienmittelpunkt zunächst auf der Wichernstraße 3 und dann im Hause Rudolfstraße 24. In den schweren Nachkriegsjahren 1946 - 1948 fand sie liebevolle Aufnahme im Hause Joseph Schilgen in Emsdetten bei ihrer Schwiegertochter Maria Bonse geb. Schilgen.

Die liebe Verstorbene war zeitlebens ihrer Kirche auf das innigste verbunden. In der Kraft ihres Glaubens war die lebenstüchtige, tapfere, in der Notzeit nach dem ersten Weltkrieg in Haus und Wirtschaft besonders erprobte Frau ihrem Gatten die hilfreichste Gefährtin, ihren Kindern in Strenge und Güte die sorgsamste Erzieherin und Beraterin und allen, denen sie begegnete, eine stets bereite Helferin, deren mit Heiterkeit gepaarte Selbstlosigkeit jedermann bezauberte. Bis zuletzt blieb sie frischen Geistes, gedächtnisstark, gesellig und lebensnah. Die Bibel war ihr das geliebte Buch der Bücher und das Gebet das Allheilmittel. Die Vollendung ihres 85. Lebensjahres beging sie noch festlich im größeren Familienkreise am 19. Januar. Nicht ganz drei Wochen später ging sie fröhlichen Mutes in ihre letzte Stunde. Nach kurzem Krankenlager und Empfang der Sterbesakramente im St. Franziskushospital in Münster geleitete ein sanfter Tod sie in der Frühe des 7. Februar 1963 in die Ewigkeit.


Quelle: Totenzettel der Verstorbenen

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