Brecher Franz Arnold Maria, 1940, Köln


Geboren am:

04.05.1950 in Köln

Gestorben am: 24.06.2013 in Aachen
Verheiratet mit: Sigrid Brecher, geb. Zilcken in erster Ehe

Adelheit Zilcken geb. Broich in zweiter Ehe
Kinder: Cornel, Stephanie und Johannes aus erster Ehe
Geschwister: 1 Schwester und 3 Brüder, darunter Thomas Nikolaus Maria
Eltern: Reiner Brecher und Maria Gertrud Brecher geb. Nesseler

Aus seinem Leben

Arno – „unser Kathrinchen“, da am Namensfest der heiligen Katharina geboren – kam als zweites von fünf Kindern der Eheleute Reiner Jakob Brecher und Maria Gertrud geb. Nesseler am 25.11.1942 in Köln zur Welt.  Während der schrecklichen Zeit des Zweiten Weltkrieges haben seine Eltern ihn zur Evakuierung der Obhut seiner Tanten und später der Großmutter in Gill anvertraut. In dieser Zeit äußerte das „Giller Kind“: „Ich will in meine Heimat, ich will auf meine Scholle“.

Ab Kriegsende verlebte er mit den drei Brüdern und seiner Lieblingsschwester eine unbeschwerte, glückliche Kindheit wie Jugend auf der Buirer Burg als auch in der väterlichen Jagd, die ihm zur Passion wurde.

Nach Schulabschluss auf dem Obersalzberg in Berchtesgaden, landwirtschaftlichen Lehrjahren auf dem Versuchsgut der Landwirtschaftskammer Köln-Wahn sowie Västraby Gård in Schweden legte er die Prüfung zum Landwirtschaftsmeister ab.

Seit dem Tod seines Vaters bewirtschaftete er zunächst mit Mutter und Bruder, später bis zu seinem Tod mit dem Bruder den elterlichen Betrieb.

Am 27.11.1965 heiratete er Sigrid Zilcken aus Haus Forst. Die Ehe wurde mit den Kindern Cornel, Stephanie und Johannes gesegnet. Viel zu früh verstarb seine Frau Sigrid mit nur 51 Jahren am 29.06.1993. 

Durch nachfolgende eigene, schwere Krankheit, lernte er Adelheid Broich kennen, die er am 29.06.1995 heiratete. Dank ihrer rührenden Fürsorge erlebte er noch fast 20 glückliche Jahre. 

Arno war passionierter Bauer und Waidmann, hatte eine ausgeprägte Kinderliebe und Freude besonders an und mit seinen sieben Enkeln. Er war mit vielen Talenten bedacht, die sich teils scheinbar widersprachen, für ihn aber selbstverständlich waren. Er war für alles Neue offen, aber genauso fasziniert von Antiquitäten. Er war ein Ästhet, scheute aber auch vor Dreck nicht zurück. Er konnte sich an modernster Technik und Motorsport, den er selbst sehr erfolgreich in den neunzehnsechziger Jahren mit dem Gokart betrieben hat, genauso erfreuen wie an Malerei, Bildhauerei, Literatur, den Wundern der Natur sowie den kleinen Dingen des Täglichen. Er konnte geduldig und ausdauernd sein bei Vorhaben, die er unbedingt wollte, genauso ungeduldig und aversiv bei Sachen, die ihm nicht lagen. Dabei jedoch hatte er mit seinem Mutterwitz, Humor und Charme das Talent, immer jemanden zu finden, der ihm alles abnahm, was ihm nicht lag.

Er engagierte sich selbstlos im sozialen Bereich, lebte manchmal aber auch seinen Egoismus zu Lasten anderer aus.

Vielen Genüssen des Lebens zugetan, behielt er sich doch immer die bäuerliche Bodenhaftung mit Bescheidenheit im Kleinen für sich und Großzügigkeit für Familie und Freunde. 

Franz Arnold Maria Brecher starb am 24.06.2013 im Alter von 72 Jahren in Aachen.


Sein Grabsteinspruch:

Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben aber muss man es vorwärts.


Gedenkseite 1916