Büllingen (Bullange), Belgien


Büllingen ist die größte deutschsprachige Gemeinde in Belgien, der insgesamt 27 Ortschaften angehören.

Die heutige Gemeinde Büllingen wurde 1977 im Rahmen der belgischen Gemeindefusion aus den folgenden Gemeinden neu gebildet:

  • Büllingen mit Honsfeld, Hünningen, Mürringen
  • Rocherath mit Krinkelt, Wirtzfeld
  • Schönberg mit Andlermühle, Eimerscheid, Medendorf
  • Manderfeld mit Afst, Allmuthen, Berterath, Buchholz, Hasenvenn, Hergersberg, Holzheim, Hüllscheid, Igelmonderhof, Igelmondermühle, Kehr, Krewinkel, Lanzerath, Losheimergraben, Merlscheid, Weckerath

    Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.


Afst

1538 wurde Afst erstmals urkundlich erwähnt.


Büllingen

Im Jahr 850 n. Chr. wird Büllingen erstmals als Königshof Bulingen erwähnt.

Aus dem Wappen von Büllingen gehen die drei ursprünglichen Herrschaftsbezirke hervor, die sich das Gebiet von Büllingen in der Vergangenheit teilten: Das Trierer Kreuz, der Viandener Balken und der Luxemburger Löwe.

Im Winter 1944/45 war das jetzige Gemeindegebiet Zentrum der Ardennenoffensive (Unternehmen „Wacht am Rhein“). Zahlreiche Ortschaften wie Rocherath-Krinkelt wurden dabei fast völlig zerstört.


Krewinkel

1397 wurde Krewinkel erstmals urkundlich erwähnt. Ein Hügel, der Römerberg genannt wird, sowie Funde aus der Römerzeit deuten darauf hin, dass die Region bereits zur Römerzeit (zwischen 57 v. Chr. bis etwa 450 n. Chr.) besiedelt war.

Im 16. Jahrhundert wurde in Krewinkel die gotische St.-Eligius-Kapelle erbaut. In unmittelbarer Nähe zu dieser Kapelle steht heute die Pfarrkirche St. Eligius aus dem 1964.


Manderfeld

Der heutige knapp 400 Einwohner (Stand 2020) umfassende Ort Manderfeld wurde 854 erstmals schriftlich erwähnt als Kaiser Lothar I. vor Ort in seinem Palatium einen Akt unterzeichnet.

Am 10. Juli 854 trafen sich Kaiser Lothar I und der Prümer Abt Eigil in der Kaiserpfalz Manderfeld. An dem Tage unterzeichneten beide einen Vertrag, worin Kaiser Lothar der Prümer Abtei die Einkünfte des Dorfes Awans bei Lüttich im Hespengau vermachte.  Gleichzeitig wird Manderfeld damals schon als Luftkurort erwähnt.

Neben der St. Lambertus-Pfarrkirche aus dem 14. Jahrhundert befindet sich ein Kreuzweg aus dem Jahre 1765.

St. Lambertus-Pfarrkirche
 

Manderfeld liegt in an der Our in der Eifel und gehört zum Naturpark Hohes-Venn-Eifel.

Vor der Eingliederung Manderfelds zur Gemeinde Bülligen, war Manderfeld eine eigenständige Gemeinde zu der auch die Dörfer Afst, Allmuthen, Berterath, Buchholz, Hasenvenn, Hergersberg, Holzheim, Hüllscheid, Igelmonder Hof, Igelmondermühle, Kehr, Krewinkel, Lanzerath, Losheimergraben, Merlscheid, Weckerath gehörten.

Als sogenanntes Trierer Land gehörte Manderfeld zum Bistum Trier.