Buerstedde Julia geb. Diekamp, 1900, Bochum


Geboren am:

02.11.1900 in Bochum

Gestorben am: 06.05.1976 
Verheiratet mit: Dr. Franz Buerstedde
Kinder: 4 Söhne, darunter Franz-Josef
Geschwister: 13, darunter Fritz
Eltern: Sigismund Diekamp und Maria Diekamp geb. Theissing 

Aus ihrem Leben

Julia Diekamp wurde am 02.11.1900 in einer alten westfälischen Familie als elftes Kind von 14 Kindern des Justizrats Sigismund Diekamp und seiner Ehefrau Maria geb. Theissing in Bochum geboren. In dem tiefreligiösen Elternhaus verbrachte sie eine glückliche Kindheit, überschattet durch den Ersten Weltkrieg, in dem fünf ihrer Brüder im Felde standen, und durch die Wirren der Nachkriegszeit, besonders durch den Soldatentod ihres Bruders Fritz. Ihre Ausbildung vollendete sie, nach dem Besuch des Hildegardis-Lyzeums in Bochum, in St. Ursula zu Haste bei Osnabrück. 

Am 05.10.1926 heiratete sie den damaligen Regierungs-Assessor Dr. Franz Buerstedde. Aus dieser Ehe gingen vier Söhne hervor. Großes Leid kam über sie, als ihr ältester Sohn Franz-Josef am Ende des Zweiten Weltkrieges beim Vorrücken der Amerikaner auf Gotha fiel, und sie erst 5 Jahre später Gewissheit über seinen Tod und seine letzte Ruhestatte auf dem Soldatenfriedhof bei Butzbach erhielt. 

Julia Buerstedde geb. Diekamp

Stationen ihres Lebens waren durch Versetzungen ihres Mannes im Rahmen der Preußischen Verwaltung Bochum, Münster, Schleswig und schließlich Hildesheim. Im Hildesheimer Land, wo ihr Mann von 1945 bis 1960 als Oberkreisdirektor wirkte, fand sie für fast 10 Jahre ihre zweite Heimat. 

Ihr Leben – getragen von echter Frömmigkeit – war erfüllt von tätiger, aufopfernder Liebe in ihrer Familie und ihrem großen Verwandten- und Freundeskreis. Ihre nimmermüde Sorge galt allen, die Hilfe brauchten. Besonders zu erwähnen wäre ihr Wirken im Katholischen Frauenbund Hildesheim, den sie nach Kriegsende wiederaufzubauen half, viele Jahre als 2. Vorsitzende. 

Julia Buerstedde starb am 06.05.1976 im Alter von 75 Jahren. Den Tag der Goldenen Hochzeit am 05.10. 1976 zu erleben war ihr nicht vergönnt. 


Gedenkseite 689