Burscheid, Deutschland


Burscheid ist eine Kleinstadt circa 25 km nordöstlich von Köln im Rheinisch-Bergischen Kreis, Nordrhein-Westfalen. Die Stadt ist geprägt durch viele kleinere Ortschaften und durch ihr Stadtzentrum mit Marktplatz und Kirche.

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesem Ort stammten.

Chronik


Am 18. August 1856 bekam die damalige Landgemeinde durch den König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen die Stadtrechte verliehen.

Die Überbleibsel der ehemaligen Eifgenburg aus dem 10. Jahrhundert sind Zeugen der ersten Besiedlung.
Der erste Turm der heutigen evangelischen Kirche wurde im 11. Jahrhundert errichtet. Urkundlich erwähnt wurde Burscheid erstmals 1175.

Bis 1806 gehörte Burscheid zum Herzogtum Berg. Nach Besetzung und Bildung des Großherzogtums Berg durch Napoleon bildete Burscheid eine Mairie im Arrondissement Düsseldorf und im Kanton Opladen. Nach kurzen französischer Herrschaft fiel Burscheid 1815 an Preußen.

Schon früh spezialisierte man sich in Burscheid auf landwirtschaftliche Produkte. Butter, Eier, Käse und bergisches Apfelkraut waren beliebt auf allen Märkten der rheinischen Städte.

Im 16. Jahrhundert wurden die Grundsteine für die Entfaltung der Burscheider Industrie gelegt. Durch die Ausnutzung der Wasserkraft entstanden viele Mühlen, u. a. Frucht-, Öl-, Pulver- und Knochenmühlen, später Stahlhammer und Schleifkotten.

1843 wurde Burscheid Sitz eines Fabrikengerichts. Mit der Erfindung eines besonderen Kupfer-Asbest-Dichtungsringes durch den Lokomotivführer Friedrich Wilhelm Goetze und der damit verbundenen Gründung der Goetzewerke (später Goetze AG und heute Federal-Mogul) verstärkte die Stadt ihre industrielle Prägung.

Als Folge der industriellen Entwicklung erhielt Burscheid am 18. August 1856 die Stadtrechte. Damals lebten etwa 5000 Einwohner in Burscheid. Ausreichende Arbeitsplätze und die Finanzstärke der Stadt trugen im Wesentlichen zum schnellen Anwachsen der Bevölkerungszahl bei.

Im Oktober 1881 wurde Burscheid an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Bis zum Zweiten Weltkrieg war die Strecke zweigleisig, nach Kriegsschäden wurde sie jedoch einspurig zurückgebaut.

1996 wählte Johnson Controls, ein US-amerikanischer Hersteller Burscheid als Sitz seiner Europazentrale mit Entwicklungszentrum.