Coumont Stefan, 1922, Pronsfeld


Geboren am:

1922 in Pronsfeld

Gestorben am: 19.02.1944 zwischen Prypjat und Beresina
Verheiratet: nein
Kinder: keine
Geschwister: ja
Eltern:

Vater nicht bekannt, Mutter: Margarete Coumont geb. Kupfer

Seine Mutter, die Witwe Margarete Coumont geb. Kupfer schrieb am 08.03.1944:

Mein lieber, guter Junge, unser sonniger, geliebter Bruder, Enkel, Neffe und Vetter, der Gefreite Stefan Coumont, Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse, fand kurz vor seinem von ihm und uns allen sehnlichst erwarteten Urlaub, im Alter von 22 Jahren, am 19.02.1944 den Tod. Er fiel als Meldefahrer im Kompanie-Trupp im Abschnitt zwischen Prypjat und Beresina im Walde südlich Myssloffs-Rog.

Er wurde am 22.02.1944 mit allen militärischen Ehren auf dem Heldenfriedhof im Dorf Derbin, südlich Bobruisk (heute Babrujsk), beigesetzt.


Stefan Coumont

Sein stets frohes und heiteres Wesen macht ihn bei allen beliebt und unvergessen. Sein Tod trifft uns umso schmerzlicher, da sein älterer Bruder Heinz als Obergefreiter seit Januar 1943 als vermisst bei Stalingrad blieb und sein Schwager Unteroffizier Peter Welter im Januar 1923 bei Woronesch in Russland fiel.

Unser Stefan wir uns und allen, die ihn kannten, unvergessen bleiben.


In der Stadt Bobruisk (heute Babrujsk) lebten vor 1941 zwischen 25 bis 30 Prozent (15.500 bis 18.600) Juden. Die Stadt war mit über 30 Synagogen ein wichtiges Zentrum jüdischer Kultur. Am 21.07.1941 wurde die Stadt von der Wehrmacht besetzt. Die Stadt zählte zu dem Zeitpunkt etwa 62.000 Einwohner, von denen einige jedoch bereits geflohen und andere evakuiert worden waren.

Im September 1941 wurden auf Befehl von Himmler um 20.000 jüdische Männer, Frauen und Kinder aus der Stadt und Umgebung ermordet. Verantwortlich für die Massenerschießung war das Einsatzkommando 8 unter Otto Bradfisch.

Nach schweren Kämpfen seit Anfang 1944 gelang es der Roten Armee am 29.06.1944 die Stadt nach dreijähriger Besatzung durch die Nazis zurückzuerobern. Von den knapp 28.000 Einwohnern der Stadt waren die meisten obdachlos.


Gedenkseite 1376