Cuxhaven, Deutschland


Cuxhaven ist eine Stadt in Niedersachsen an der deutschen Nordseeküste.

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie in Kürze Informationen zu Personen, die hier gelebt haben.

Chronik


Mittelalter

Um 1340 wurde in Cuxhaven das Schloss Ritzebüttel erbaut. Nach Streitigkeiten mit der Stadt Hamburg und einer Belagerung ging die Burg 1394 an die Stadt Hamburg über. Da Schloss Ritzebüttel aufgrund seiner Lage gut für die Kontrolle der Unterelbe geeignet war, wurde das Schloss zum hamburgischen Stützpunkt gegen Seeräuber. Die Stadt Hamburg besaß mit dem Schloss Ritzebüttel nun Zugang zu einem Winternothafen und konnte von hier schneller gegen die Seeräuber der Nordsee agieren. 1530 und 1570 wurden zwei Köge eingedeicht, die im 17. Jahrhundert noch erweitert wurden, dann aber durch den Elbstrom bis 1785 wieder völlig verlorengingen.


Zu Zeiten Napoleons

Am 21. November 1806 verfügte Napoleon in Berlin eine Kontinentalsperre (Importverbot für britische Waren) über das Vereinigte Königreich und die britischen Kolonien. Großbritannien sollte mit den Mitteln des Wirtschaftskrieges zu Verhandlungen mit Frankreich gezwungen und die französische Wirtschaft gegen europäische und transatlantische Konkurrenz geschützt werden.

In Cuxhaven wurden zur Durchsetzung der Kontinentalsperre 1812 das Fort Napoleon und das Fort du Phare errichtet. Die Kontinentalsperre wurde 1813 aufgehoben. Nach der Reichseinigung wurde Cuxhaven auch militärisch bedeutsam.


Ab 1872

Schloss Ritzebüttel wurde im Dezember 1872 mit der Hafensiedlung Cuxhaven zur hamburgischen Landgemeinde Cuxhaven vereinigt.

1883 wurden die ersten Marineeinheiten in Cuxhaven stationiert, das Fort Kugelbake und weitere Küstenfestungen sollten die Zufahrt zum neuen Nord-Ostsee-Kanal kontrollieren.

1891 starte von Cuxhaven die erste Kreuzfahrt der Welt auf der Augusta Victoria.

Durch die Eingemeindung von Döse im Jahr 1905 stieg in Cuxhaven die Bevölkerung auf 10.000 Einwohner.

Während des Ersten Weltkriegs flogen die britischen Luftstreitkräfte von Flugzeugträgern und mit Unterstützung der Royal Navy den so genannten Weihnachtsangriff am 25. Dezember 1914, um den Marinestützpunkt in Cuxhaven und die Luftschiffe und Hangars auf dem Fliegerhorst Nordholz zu treffen. Aufgrund des ungünstigen Wetters und der Früherkennung des Angriffes und Verteidigung blieb der Schaden gering.

Am 02. Januar 1924 wurde die Hamburgische Städteordnung eingeführt – Cuxhaven wurde dadurch eine eigenständige Stadt im Hamburger Staatsgebiet.

Durch Inkrafttreten des Gesetzes über die Eingemeindung der Landgemeinden vom 6. Februar

1935 wurden die Landgemeinden Groden, Groden, Westerwisch, Süderwisch, Stickenbüttel, Duhnen und Neuwerk mit Scharhörn in Cuxhaven eingemeindet.

1937 wurde Cuxhaven Teil der preußischen Provinz Hannover. Die Stadt Hamburg behielt sich aber die Rechte an einigen Häfen Cuxhavens vor. Noch bis zum Jahr 1993 gehörten der Amerika-Hafen und das Steubenhöft zur Stadt Hamburg, obwohl diese im Cuxhavener Stadtgebiet lagen. Noch heute befindet sich eine Revierwache der Hamburger Wasserschutzpolizei in Cuxhaven.

Zwischen 1945 und 1964 wurden in der Nähe von Cuxhaven mehrere experimentelle Raketenstarts durchgeführt.

1970 wurden die Gemeinden Holte-Spangen und Sahlenburg und 1971 die Gemeinde Berensch-Arensch eingemeindet. 1972 wurden Altenbruch, Altenwalde und Lüdingworth aus dem Landkreis Land Hadeln eingemeindet.

Bis 1977 war Cuxhaven eine kreisfreie Stadt; heute gehört sie zum neugebildeten Landkreis Cuxhaven und ist Sitz der Kreisverwaltung.