Dingdorf, Deutschland


Dingdorf ist eine kleine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz und gehört zur Verbandsgemeinde Prüm.

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die hier gelebt haben.

Chronik


893 wurde Dingdorf erstmals im Prümer Urbar erwähnt, denn die Abtei Prüm hatte schon im 8. Jahrhundert Besitztümer in Dingdorf. In den folgenden Jahrhunderten gehörte Dingdorf zur Herrschaft Schönecken.

Vom 14. Jahrhundert bis Ende des 18 Jahrhunderts gehörte der Ort zum Kurfürstentum Trier. Dingdorf, war neben den Orten Giesdorf, Heisdorf, Niederlauch, Winringen und Schweißthaler Mühle eine Meierei (= landwirtschaftliches Pachtgut), die in das kurtrierische Amt Schönecken gegliedert war.

Im Jahr 1684 gab es in Dingdorf vier Feuerstellen (= der damalige Begriff für ein Gebäude, welches überwiegend zu Wohnzwecken genutzt wurde).

1792 besetzten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer. Dingdorf kam unter französische Verwaltung und war von 1798 bis 1814 dem Kanton Prüm zugeordnet, der zum Arrondissement Prüm im Saardepartement gehörte. Dingdorf war mit seinen knapp 120 Einwohnern Hauptort (chef-lieu) einer Mairie.

Nach dem Wiener Kongress kam Dingdorf 1815 zum Königreich Preußen. Unter der preußischen Verwaltung gehörte Dingdorf zum 1816 neu gebildeten Kreis Prüm im Regierungsbezirk Trier.

1866 wurde die bis heute erhaltene Kapelle gebaut. Es handelt sich dabei um einen kleinen Saalbau mit Giebeldachreiter, bezeichnet 1866.  An der Eingangsseite befinden sich zwei Kreuzigungsreliefs. Das linke Relief stammt um 1600, das rechte Relief vermutlich aus dem Mittelalter.