Dormagen, Deutschland


Dormagen ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen. 1969 erhielt Dormagen nach dem Zusammenschluss der beiden Gemeinden Dormagen und Hackenbroich Stadtrechte.

1975 wurden Dormagen und Zons, Gohr, Nievenheim, Straberg zur Stadt Dormagen zusammengeschlossen.

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik


Zwischen 15 und 12 vor Christus entstand in Dormagen ein römisches Kastell. 35 nach Christus wurde in eine römische Militärziegelei mit vier Brennöfen errichtet. Die Römer verließen zwischen 393 und 402 die Region.

1190 wurde die katholische Pfarrkirche St. Michael in Dormagen erbaut.

Seit 1274 unterhielt das Kölner St. Andreas Stift in Dormagen ein Hofgericht.

1288 war Dormagen Schauplatz der Schlacht von Worringen. Dabei wurde der heutige Stadtteil Zons weitgehend zerstört. 1373 wurde Zons wieder aufgebaut, zur Zollstation erklärt und durch den Kölner Erzbischof zu einer Stadt mit eigenem Gerichtsbezirk und Verwaltungsbezirk ernannt.

1518 brach in Köln die Pest aus, und zahlreiche Kölner Bürger flohen nach Dormagen.

Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde das Rittergut Mertenshofen zerstört. Ein sofortiger Wiederaufbau wurde angeordnet.

1642 überfielen hessische Soldaten in Dormagen 30 stationierte bayrische Dragoner und töteten 12 von ihnen.

1645 griffen französische und hessische Truppen die Stadt Zons an.

Ab 1696 war Dormagen eine preußische Poststation und wurde dreimal in der Woche von einer Postkutsche angefahren.

1714 fand der erste reformierte Gottesdienst in Dormagen statt.

1763 erhielt Dormagen eine zweite Postkutsche. Diese fuhr von Köln nach Kleve.

1784 wurde Dormagen im Winter von einem verheerenden Hochwasser heimgesucht.

1794 wurde Dormagen von französischen Truppen besetzt. Mithilfe der französischen Soldateten plünderten Dormagener Einwohne das Kloster Knechtsteden.

1796 erfolgte die Gründung des Kantons Dormagen im Arrondissement de Cologne im Département de la Roer.

Nach dem Wiener Kongress 1815 fiel Dormagen an Preußen.

1832 war Dormagen Sitz eines Friedensgerichts.

Zwischen 1833 und 1890 wanderten rund 300 Menschen des heutigen Stadtgebietes nach Nordamerika aus.

1855 wurde Dormagen an das Eisenbahnnetz angeschlossen.

1864 begann der Bau der Zuckerfabrik. Damit begann in Dormagen die Industrialisierung.

1876 erhielt Dormagen die erste Telegrafenstation.

1897 wurde die erste Stadtfernsprechanlage eingerichtet.

1901 wurde eine Erziehungsanstalt für schulentlassene Jungen errichtet.

1916 siedelte sich das Bayer-Werk an.

Nach Ende des Ersten Weltkrieg besetzten zunächst englische und schottische Truppen die Stadt und wurden 1919 von französischen Truppen abgelöst und diese 1920 wiederum von belgischen Truppen.

Seit 1921 wurde die Wasserversorgung in Dormagen durch die Bayer AG sichergestellt.

1925 startete die erste Postomnibuslinie zwischen Dormagen und Neuss.

1933 begannen die ersten Pogrome in Dormagen gegen jüdische Bewohner. 1940 wurden die letzten Juden aus Dormagen nach Riga deportiert. Bedingt durch die kriegswichtigen Betriebe, wurden viele Zwangsarbeiter nach Dormagen deportiert. Am 05.03.1945 marschierten US-Truppen in Dormagen ein und übernahmen die Stadt.

In den Nachkriegsjahren ließen sich viele Heimatvertriebene aus ehemals Ostgebieten Deutschland in Dormagen nieder. 1960 stellten diese Heimatvertriebenen 34 Prozent der Gesamtbevölkerung Dormagens dar.