Düren, Deutschland


Düren ist eine Stadt am Nordrand der Eifel zwischen Aachen und Köln in Nordrhein-Westfalen.

Düren ist Verwaltungssitz des gleichnamigen Kreises und Mitglied der Euregio Maas-Rhein. Düren nennt sich auch "Das Tor zur Nordeifel". 1972 wurden in Düren eingemeindet:

  • Arnoldsweiler, Berzbuir, Birgel, Birkesdorf, Derichsweiler, Echtz, Gürzenich, Hoven, Konzendorf, Krauthausen, Kufferath, Lendersdorf, Mariaweiler, Merken, Niederau

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik


747 wird Düren erstmals urkundlich erwähnt. In der Folge hat sich auch Kaiser Karl der Große immer wieder längere Zeit in der 774 erstmals erwähnten Dürener Königspfalz aufgehalten.

Die eigentliche Erhebung Dürens zur Stadt ist nicht überliefert, eine erste Erwähnung als städtische Siedlung stammt aus Ende 12. Jahrhunderts. Um diese Zeit wird auch der Baubeginn der wehrhaften Stadtbefestigung angesetzt, die sogar bis ins frühe 18. Jahrhundert hinein ausgebaut und gesichert wurde.

Bis Mitte des 13. Jahrhunderts war Düren freie Reichsstadt, wurde dann 1241/46 durch Kaiser Friedrichs Sohn Konrad IV. an den Grafen Wilhelm IV. von Jülich verpfändet und nie wieder eingelöst. Düren wurde eine der Hauptstädte des Herzogtums Jülich.

1543 wurde Düren von Truppen Kaiser Karls V. eingenommen, die etwa 600 Häuser, Rathaus und Stadtarchiv in Brand setzten. Die Stadt hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt dank des prosperierenden Tuch- und Eisengewerbes zu einem bekannten Markt- und Handelsplatz entwickelt.

Das 17. Jahrhundert war geprägt von großer wirtschaftlicher Not nicht nur der Dürener Bevölkerung infolge der ständigen militärischen Auseinandersetzungen, vor denen das Rheinland nicht verschont blieb. Auch die Pest ließ die Bevölkerungszahl schrumpfen.

1794 wurde Düren von französischen Revolutionstruppen besetzt. Für die Bevölkerung begannen erneut schwere Zeiten der Unterdrückung durch Requisitionen, Kontributionen und Einquartierungen.

1815 fiel Düren aufgrund der Beschlüsse des Wiener Kongresses an Preußen. Düren wurde Verwaltungssitz des gleichnamigen Landkreises im 1816 neugebildeten Regierungsbezirk Aachen.

Im 18. Jahrhundert blühten mit der fabrikmäßigen Herstellung von Textilien und Metallteilen die verarbeitenden Gewerbe auf. Hinzu kam die expandierende Papierherstellung. Dem Aufschwung der Papierindustrie folgte die Gründung vieler Zubringerindustrien.

1841 wurde Düren an die Eisenbahnstrecke Köln-Aachen angeschlossen.

Der starke wirtschaftliche Aufschwung in den Gründerjahren bis zum Ersten Weltkrieg brachte nahezu eine Verdoppelung der Einwohner- und Wohngebäudezahlen mit sich. Düren galt kurz vor dem Ersten Weltkrieg mit ihren etwa 50 Millionären als eine der reichsten Städte des deutschen Reiches.

Der Erste Weltkrieg, die schweren Nachkriegsjahre, die Inflation und die Weltwirtschaftskrise hemmten die weitere Entwicklung der Stadt erheblich. Weitaus schlimmer waren jedoch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges. Nach über 50 Luftangriffen seit 1940 legten am 16. November 1944 englische Fliegerverbände den historischen Stadtkern innerhalb einer halben Stunde in Schutt und Asche. Da die Bevölkerung noch nicht evakuiert war, fanden mehr als 3000 Menschen den Tod, nur 13 Gebäude überstanden den Angriff.

Düren ist heute Einkaufs-, Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum. Neben Betrieben der Papier-, Filztuch-, Teppich- und chemischen Industrie sind es Unternehmen der Maschinenbau- und Fahrzeugbau-Branche, die das Wirtschaftsleben Dürens mitprägen.