Düsseldorf, Deutschland


Düsseldorf ist die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens und der Behördensitz des Regierungsbezirks Düsseldorf. Zudem ist die Stadt eine bekannte Mode- und Kunststadt im Westen von Deutschland.

Das Stadtgebiet Düsseldorfs besteht aus zehn Stadtbezirken, die in 50 Stadtteile unterteilt sind. Die Stadtbezirke in Düsseldorf haben keine eigenen Namen, sondern sind von 1 bis 10 durchnummeriert.

  • Stadtbezirk 1: Altstadt, Carlstadt, Derendorf, Golzheim, Pempelfort, Stadtmitte
  • Stadtbezirk 2: Düsseltal, Flingern-Nord, Flingern-Süd
  • Stadtbezirk 3: Bilk, Flehe, Friedrichstadt, Hafen, Hamm, Oberbilk, Unterbilk, Volmerswerth
  • Stadtbezirk 4: Heerdt, Lörick, Niederkassel, Oberkassel
  • Stadtbezirk 5: Angermund, Kaiserswerth, Kalkum, Lohausen, Stockum, Wittlaer
  • Stadtbezirk 6: Lichtenbroich, Mörsenbroich, Rath, Unterrath
  • Stadtbezirk 7: Gerresheim, Grafenberg, Hubbelrath, Knittkuhl, Ludenberg
  • Stadtbezirk 8: Eller, Lierenfeld, Unterbach, Vennhausen
  • Stadtbezirk 9: Benrath, Hassels, Himmelgeist, Holthausen, Itter, Reisholz, Urdenbach, Wersten
  • Stadtbezirk 10: Garath, Hellerhof

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesem Ort stammten.

Chronik


Der Name Düsseldorf leitet sich von dem Bachlauf Düssel ab. Die erste Nennung von Düsseldorf wird auf 1135-1159 datiert. Heute zu Düsseldorf gehörende Stadtteile wie Kaiserswerth wurden bereits Ende des 7. Jahrhunderts erwähnt.

1263 erhielt die Stadt Fährrechte.

1288 erhielt Düsseldorf Stadtrechte. Gleichzeitig gründete er ein Kanonikerstift an der St. Lambertuskirche, das am 8.9.1288 vom Papst bestätigt wurde.

Unter Graf Wilhelm von Berg erlebte Düsseldorf ab 1380 einen Aufschwung. Er ließ das Schloss ausbauen, richtete einen Rheinzoll ein und ließ eine steinerne Befestigung für die gesamte Stadt und ein Gasthaus anlegen.

Eine neue Epoche begann für Düsseldorf mit dem 16. Jahrhundert, als die Stadt zur Residenzstadt wurde.

1609 verlegte Wolfgang Wilhelm seine Residenz nach Düsseldorf. Ihm gelang es, die Stadt weitgehend aus dem Dreißigjährigen Krieg herauszuhalten; auch siedelte er zahlreiche katholische Orden wie die Jesuiten in der Stadt an. Sein Enkel Kurfürst Johann Wilhelm II. ließ später das Schloss und Stadt ausbauen und eine Gemäldegalerie anlegen. Nach dessen Tod wurde Düsseldorf von Mannheim und München aus regiert und erlebte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts unter Karl Theodor eine Blütezeit.

1795 wurde Düsseldorf von französischen Revolutionstruppen besetzt. 1811 besuchte Napoleon Düsseldorf.

1813 wurde Düsseldorf von russischen Truppen besetzt.

1815 fiel Düsseldorf aufgrund der Beschlüsse des Wiener Kongresses an Preußen.

Die günstige Lage am Rhein, die Nähe zum Ruhrgebiet, die Möglichkeit, sich ungehindert in das Umland auszudehnen und seit 1838 der Anschluss an verschiedene Eisenbahnlinien begünstigten Düsseldorf in der Zeit der Industrialisierung. Hatte noch 1848/1849 die Armut der Handwerksgesellen und Arbeiter, die bisher vornehmlich in kleinen Textilbetrieben ihr Auskommen fanden, zu Unruhen geführt, so wuchs mit der Ansiedlung zum Teil aus Belgien oder der Eifel stammender Industrieller, die ab 1852 Puddelstahlwerke, Kesselfabriken sowie Blech- und Nagelwerke gründeten, der Bedarf an Arbeitern. Mit Ansiedlung der chemischen Industrie ließen sich zunehmend Vereine, Verbände, Konzernzentralen und Interessenvertretungen in Düsseldorf nieder. Düsseldorf entwickelte sich zu einer bedeutenden Industrie- und Handelsstadt.

1896 fand der Ausbau des Hafens statt.

1898 wurde die Rheinbrücke gebaut.

Der Erste Weltkrieg brachte Düsseldorf als Garnisonsstadt und Rüstungsstandort starke Einbußen. Nach Kriegsende 1918 war Düsseldorf teilweise von belgischen und britischen und bis 1925 von französischen Truppen besetzt.

Die Nationalsozialisten wollten 1937 mit der Ausstellung „Schaffendes Volk" in Düsseldorf die Wirtschaftskraft des „Dritten Reiches" demonstrieren. 1938 wurde in der Pogromnacht vom 09.11 auf den 10.11. die Synagoge zerstört und es begann die systematische Verfolgung und Ermordung der Düsseldorfer Juden.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden in dem Rüstungsstandort Düsseldorf zunehmend Zwangsarbeiter eingesetzt. In und um die Stadt gab es mehr als 400 Lager für Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge. Die Stadt wurde durch Luftangriffe zu etwa 50 Prozent zerstört. Am 17.01.1945 wurde Düsseldorf von US-Truppen eingenommen und kam kurze Zeit später unter britische Militärverwaltung. Am 21.06.1946 entschied die britische Regierung, ein Land Nordrhein-Westfalen mit der Hauptstadt Düsseldorf zu schaffen.

1946 wurde Rheinisch-westfälischen Börse wiedereröffnet.

1947 fand die Presseausstellung „Alle sollen besser leben" in Düsseldorf statt.

1949 wurde der zivile Flugverkehr aufgenommen.

In den 1950er und 1960er Jahren folgten Hochhausprojekte sowie der Ausbau neuer Siedlungen.

Düsseldorf wandelte sich zu einer Medien- und Dienstleistungsstadt. Mit dem Bau des Fernsehturms 1982 und dem Umzug des Landtags in das neue Gebäude am Berger Hafen 1988 begann die Erschließung des so genannten Medienhafens, der heute seinen Charakter durch experimentelle Architektur und die Umwandlung alter Hafengebäude völlig geändert hat.  Auf alten Industriebrachen entstanden seit 1974 neue Bürokomplexe sowie Niederlassungen der Graphik-, Designer- und Modebranche.

Mit dem Ausbau des Messegeländes 1971 und des Flughafens wuchs auch die Zahl japanischer Firmen zu denen in jüngster Zeit auch chinesische Firmenvertretungen getreten sind.