Ebel Heinrich Basilius, 1896, Kassel


Geboren am:

21.04.1896 in Kassel

Gestorben am:

20.07.1968 in Eibingen

Verheiratet:

nein

Kinder:

keine

Geschwister: nicht bekannt
Eltern: nicht bekannt

In der Liebe festgewurzelt

Heinrich Basilius Ebel wurde am 21.04.1896 in Kassel geboren.

Nach dem Besuch des staatlichen humanistischen Wilhelm-Gymnasiums und nach dem Militärdienst bei einer Sanitätseinheit in Mazedonien und Frankreich nahm er das theologische Studium in Fulda auf. 1910 trat er in die Benediktinerabtei Maria Laach ein, wurde unter dem Namen des heiligen Kirchenlehrers Basilius in das Noviziat aufgenommen und legte am 10.02.1911 die Mönchsprofeß ab.

Am 13.07.1914 empfing er die Priesterweihe. Seine theologischen und juristischen Studien schloss er in Rom mit der Promotion zum Doktor beider Rechte ab. Das musikwissenschaftliche Studium in Göttingen, Bonn und Freiburg in der Schweiz beendete er 1930 mit der Doktorpromotion an der philosophischen Fakultät.


1947 verlieh ihm die Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz den Titel eines Dr. theol. ehrenhalber. Früh wurde er mit verantwortungsvollen Aufgaben betraut. 1931 bis 1933 weilte er als Prior-Administrator in Brasilien.

Danach versah er die Ämter des Novizenmeisters und Priors in Maria Laach. 1939 wurde er als Abt in die Abtei St. Matthias in Trier erbeten. Während des Zweiten Weltkriegs teilte er das schwere Los der Verbannung mit den Mönchen von St. Matthias. In diesen Jahren wirkte er als Beichtvater in der Benediktinerinnenabtei St. Maria in Fulda. Bald nach seiner Rückkehr in die Trierer Abtei wählten ihn die Mönche seines Profeßklosters Maria Laach zu ihrem Abt, wo er 1946 das Erbe du verstorbenen Abtes Ildefons Herwegen anhat. Sein Wirken als Abt stellte er unter das Pauluswort "In der Liebe festgewurzelt" (Eph. 3,47).

1966 verzichtete er auf sein Amt und stellte seine verbliebenen Kräfte in den Dienst der Seelsorge an den Mitschwestern in Eibingen, bis ihm eine schwere Krankheit auch diese Aufgabe unmöglich machte. In beispielhafter Geduld brachte er die erzwungene Untätigkeit seines monatelangen Krankseins Gott zum Opfer für die vielen Menschen, denen er während seines reichen Lebens Vater und Freund sein durfte.

Heinrich Basilius Ebel starb am 20.07.1968 im Alter von 72 Jahren.


Gedenkseite 313