Eisenschmitt, Deutschland


Eisenschmitt ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Eisenschmitt liegt an der Salm. Zu Eisenschmitt gehört der salmabwärts gelegene Ortsteil Eichelhütte.

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik


1372 wurde der heutige Ort Eisenschmitt als „Yssensmyt uff der Salmen“ erstmals urkundlich erwähnt. In lateinischen Quellen erscheint der Ort verschiedentlich als "Ferrifodina" und im Französischen als "La Schmitt". Der mundartliche Name ist noch heute "de Schmett".

Die Eisenerzvorkommen, sowie die Gewinnung von Holzkohle in den umliegenden Wäldern für den Betrieb der Schmelzöfen und auch die Möglichkeit der Verhüttung durch die Wasserkraft des Flusses Salm waren ausreichend, um langfristig Eisenhütten zu betreiben. Dies wiederum bedingte die Ansiedlung von Eisenhüttenarbeitern und damit die Gründung und Vergrößerung eines Dorfes. Die dafür benötigten Ländereien waren bis zum Jahre 1794 Eigentum des benachbarten Klosters Himmerod, der Herren von Manderscheid-Kail sowie der Herren von Malberg als Inhaber der Herrschaft Meerfeld-Bettenfeld.

1701 wurde das Eisenwerk Eichelhütte gegründet. Durch die Gründung der Eichelhütte vergrößerte sich bis 1766 die Einwohnerzahl auf 660. Die Eichelhütte beschäftigte Mitte des 18. Jahrhunderts etwa 200 Menschen. Deren Familien wohnten in Eisenschmitt. Zusammen mit dem Oberhammer in Eisenschmitt, der kleinen Corneshütte und der Eichelhütte wurde an drei Standorten gearbeitet. Es entstand das große Dorf Eisenschmitt mit 950 Einwohnern im Jahre 1795.

1793 löste sich Eisenschmitt von der Mutterpfarrei Oberkail und erhielt einen Pfarrer.

Ab 1794 stand Eisenschmitt unter französischer Herrschaft. 1815 wurde Eisenschmitt aufgrund der Beschlüsse des Wiener Kongresses dem Königreich Preußen zugesprochen.

1835 hatte Eisenschmitt etwa 1.350 Einwohner, die größte Anzahl seiner Geschichte.

Im Verlauf des 19. Jahrhunderts kam es zum Ende der Eisenindustrie im Salmtal, bedingt durch neue Produktionsverfahren und produktivere sowie größere Werke in den Industriegebieten an Niederrhein und Ruhr, die zudem mit der preisgünstigeren Steinkohle statt mit Holzkohle arbeiten konnten.

1868 wurde die Eichelhütte und mit ihr die Eisenindustrie im Salmtal stillgelegt.

Seit 1946 ist Eisenschmitt Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.


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