Eltrop Heinrich, 1881, Haltern


Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Monsignore Pfarrer Heinrich Eltrop
Geboren am:

19.10.1881 in Haltern

Gestorben am: 25.07.1957 in Münster
Verheiratet: nein
Kinder: nein
Geschwister: 6
Eltern:

nicht bekannt

Aus seinem Leben

Monsignore Pfarrer Heinrich Eltrop wurde am 19.10.1881 in Haltern, Westfalen, geboren. Seine Gymnasialausbildung erhielt er am Gymnasium in Coesfeld. Nach Beendigung seiner philosophischen und theologischen Studien an der Universität Münster wurde er am 28.05.1904 durch Seine Exzellenz Bischof Hermann Dingelstedt zum Priester geweiht. Pfarrer Eltrop war das Jüngste von 7 Kindern. Bevor er zum Pfarrer an der Herz-Jesu-Kirche in Münster ernannt wurde, war er in Mettingen, in Ahlen und in Gelsenkirchen-Buer als Kaplan und Vikar tätig.

Aus seiner 25jährigen priesterlichen Arbeit, besonders in Gelsenkirchen-Buer, brachte er eine reiche Erfahrung und Aufgeschlossenheit für die brennenden Fragen in der Kirche mit, die ihn befähigten, in das reich entwickelte und sich ausweitende Vereinsleben in Herz-Jesu den Gedanken rechten Laienapostolates hineinzutragen.

Entsprechend der Struktur seiner Pfarre lag ihm die Arbeiterfrage und die Förderung der katholischen Arbeiterbewegung besonders am Herzen. In seiner unermüdlichen Sorge um die Jugend in der Gefährdung der Nachkriegszeit schuf er ihr in einem vielräumigen Jugendheim eine Stätte ernster Arbeit und froher Geselligkeit. Eine große Freude für ihn war es, als nach langer Sorge und vielen Opfern das Herz-Jesu-Kinderheim neu entstehen konnte. Noch eine Stunde, kurz vor seinem Tode weilte er dort bei seinen Kleinen.

Sein größtes Anliegen war der Wiederaufbau der im Kriege schwer zerstörten Herz-Jesu-Kirche. In beredten Worten forderte er immer wieder seine Pfarrkinder auf, durch ihre Opferfreudigkeit zu helfen, dass aus den Trümmern des Krieges die Pfarrkirche heller und schöner als zuvor entstehe.

Mit Pfarrer Heinrich Eltrop verliert nicht nur die Pfarre Herz-Jesu, sondern ganz Münster einen Priester, dessen Handeln vorbildlich zur damaligen Zeit leuchtete. Die Entfaltung der priesterlichen Aufgaben, des nimmermüden Pfarrers trug vor allem das Zeichen steter Hilfsbereitschaft, die an St. Franziskus und an Karl Sonnenschein denken lässt. Seine Hilfsbereitschaft für andere ging so weit, dass seine Freunde in den schwersten Jahren Deutschlands sich Sorge machen mussten, dass er alles fortgab, was sein war, und behielt selbst nicht das Nötigste zum Leben. Nächstens trug er seine Gaben zu denen, die er nicht beschämen wollte. Keine Mühe und kein Opfer scheute er, die Kranken in den Wohnungen und in den Krankenhäusern wöchentlich aufzusuchen. Für sie wachte er manche nächtliche Stunde im Gebet vor dem Tabernakel und betete mit seinen Gläubigen bei jedem heiligen Meßopfer.

Nach 53 Priesterjahren rief ihn Christus der Ewige Hohepriester und König seines Lebens am 25.07.1957 im Alter von 75 Jahren aus der Anbetung in St. Servatii zu sich in seine Herrlichkeit.

 Auszug aus seinem Totenzettel, Autor unbekannt


Gedenkseite 1848