Esch (bei Gerolstein), Deutschland


Esch bei Gerolstein ist eine kleine Ortsgemeinde in der Vulkaneifel, Rheinland-Pfalz. Zu Esch gehören auch die Wohnplätze

  • Am Schwarzenpütz
  • Eschermühle (Hargartenmühle)
  • Leuteratherhof
  • Mieshof
  • Reinertshof
  • Tannenhof
  • Wacholderhof

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesem Ort stammten.

Chronik


Esch liegt im Naturpark Vulkaneifel. Die frühere Straße der Römer von Trier nach Köln führt direkt an Esch vorbei.

Im 12. Jahrhundert wurde Esch erstmals urkundlich erwähnt.

Im 16. Jahrhundert hatte Esch die Obergerichtsbarkeit über mehrere Orte in der Umgebung.

1628 trat der Kölner Hexenrichter Dr. jur. Johannes Möden in Gerolstein und Umgebung auf. Dr. jur. Johannes Moden war überall gefürchtet als der schlimmste Hexenjäger dieser Zeit. Er rannte von einer Gerichtsstätte zur andern, um neue Opfer auf den Scheiterhaufen zu bringen. In Gerolstein führte er gegen den gräflichen Landamtmann Heinrich von Mülheim einen langen Prozess, der zum Tode dieses mutigen Mannes führen sollte. Heinrich von Mülheim war als Gegner der Hexenprozesse aufgetreten und so musste er seinen Mut mit dem Tod büßen. Ebenso zwei Geistliche, die in dieser Gegend wirkten: der Pastor Hildenbrandt aus Esch und der Pastor Matthias Hennes aus Wiesbaum. Dr. Möden klagte sie des Vergehens gegen den Zölibat an. Beide geistliche Herren wurden mit 8 Personen 1629 und 1630 von dem Hochgericht Esch am Burghaus in Jünkerath angeklagt. Beiden Geistlichen wurden durch mehrfache Folterungen Zugeständnisse von Verfehlungen, die sie angeblich im Amt begangen hätten, erpresst. Schließlich wurde Pastor Hennes, der als Gegner der Hexenprozesse es wagte, immer noch einzutreten, von dem Hochgericht in Gönnersdorf das Todesurteil gesprochen und er wurde dort enthauptet. Die Namen der außer dem Pastor Hildenbrandt zum Tode verurteilten und Hingerichteten waren: Schmit Thonniß und seine Ehefrau Thringen, Mies Johann, Brochs Else und Gillis Gierdgen, alle aus Esch, Jünkerath. Dazu aus Esch: Pütz Martin und seine Ehefrau. [1]

Während des Zweiten Weltkrieges wurde Esch stark zerstört. Ein Ehrenfriedhof bei Esch zeugt heute noch von den schweren Kämpfen gegen Kriegsende 1945.


[1] Quelle „Auszüge aus den Pfarrbriefen der Pfarrei Schüller im Jahre 1977“, Autor Wilhelm Blum, Jünkerath