Frings Heinrich Michael, Dr. med., 1915, Kalkar


Geboren am:

15.10.1915 in Kalkar

Gestorben am:

31.10.1979

Verheiratet mit: Walburgis Frings geb. Cremer
Kinder: 3 Kinder und 1 Pflegekind Barbara
Geschwister: 2 Brüder
Eltern: Heinrich Frings und Gertrud Frings geb. Verweyen

Aus seinem Leben

Heinrich Michael Frings wurde am 15.10.1915 als ältester von drei Söhnen des späteren Reichsgerichtsrates Heinrich Frings und seiner Ehefrau Gertrud geb. Verweyen in Kalkar geboren.

Seine sorglose Jugend verbrachte er am Niederrhein und später in Leipzig. Nach Abschluss seines Medizinstudiums im Mai 1942 stand er durch Jahre hindurch als Feldarzt mit der ihn kennzeichnenden großen Menschlichkeit oft unter Einsatz seines Lebens, seinen Kameraden an der Ostfront bei. 

In schwerster Zeit, am 07.04.1943, heiratete er Walburgis Cremer in St. Lambertus in Düsseldorf. Er wagte diesen Schritt inmitten des Krieges aufgrund seines starken Grundvertrauens und Lebensmutes und in tiefer Verbundenheit zu seiner Braut. Die überaus glückliche Ehe wurde mit drei Kindern gesegnet und half ihm, Schicksalsschläge zu tragen, wie den gewaltsamen Tod seines Vaters in einem russischen Gefangenenlager im Januar 1946 und den Verlust seines Bruders Paul und seiner Schwägerin Elisabeth durch einen tödlichen Bergunfall im September 1962. Es zeichnete ihn aus, dass er sich mit seiner Frau sehr schnell darüber einig war, Barbara, das älteste der drei verwaisten Kinder seines Bruders Paul als Pflegekind zu sich zu nehmen. Dieser übernommenen Verpflichtung ist er zusammen mit seiner Frau bis zuletzt treu geblieben. Seine besonderen Wesenszüge waren Gerechtigkeitssinn und Ehrlichkeit. Er wollte nichts beschönigt wissen. Mit solcher Einstellung waren persönliche Anspruchslosigkeit und Großzügigkeit anderen gegenüber verbunden. Seine unkonventionelle und humorige Art brachte ihm besonders im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit als Werksarzt viele Sympathien ein. 

Dr. med. Heinrich Michael Frings starb am 31.10.1979 nach mit großer Geduld durchlittenen Wochen der Krankheit im Alter von 64 Jahren.


Gedenkseite 871