Geis Philipp, 1899, Niederlahnstein


Geboren am:

06.02.1899 in Niederlahnstein

Gestorben am: 13.01.1940 im KZ Buchenwald
Verheiratet: nicht bekannt
Kinder: nicht bekannt
Geschwister: nicht bekannt
Eltern: nicht bekannt

Aus seinem Leben

Philipp Geis wurde am 06.02.1899 in Niederlahnstein geboren. Nach seiner Schulzeit machte er eine Ausbildung zum Schmied und Heizer.

1919 wurde er Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD), die am 30.12.1918 von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gegründet wurde.

1924 wurde er Zeitungskurier der KPD Zeitung Sozialistische Republik und Stadtrat in Niederlahnstein. Anfang 1933 wurde der mittlerweile in Mannheim lebende Philipp Geis Leiter im Bezirk Baden-Pfalz. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten war er als jüdisches Mitglied der KPD vom 01.08.1933 bis zum 31.08.1934 im KZ Dachau inhaftiert.

Nach seiner Freilassung wurde er Leiter der Untergrundbewegung in Ludwigshaften. Diese flog jedoch bald auf, da sich mit einem Herrn Koch, ein Verräter in die Gruppe eingeschlichen hatte. Philipp Geis geriet daher 1936 erneut in Gefangenschaft.

Nachdem er seine Strafe von 18 Monaten abgesessen hatte, wurde er nicht freigelassen, sondern am 21.05.1938 in das KZ Buchenwald, vermutlich mit dem Vermerk "Rückkehr unerwünscht" deportiert. Dort war er Mitglied der illegalen Lagerorganisation Polska Partia Robotnicza (PPR).

Philipp Geis wurde am 13.01.1940 im Alter von 40 Jahren im KZ Buchenwald ermordet.


Gedenkseite 2064