Gelsenkirchen, Deutschland


Gelsenkirchen ist eine Großstadt in Nordrhein-Westfalen.

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie in Kürze Informationen zu Personen, die aus diesem Ort stammten.

Chronik

1003 - 1899


1003 wurde der Gelsenkirchener Stadtteil Buer erstmals urkundlich erwähnt. Um 1150 wird Gelsenkirchen erstmals namentlich erwähnt. Eine Kirche im Stadtteil Buer wurde 1160 in einem Verzeichnis von Pfarrkirchen aufgelistet. Die Region der heutigen Stadt war abgesehen von den etwas größeren Handwerker- und Bauerndörfern Gelsenkirchen und Buer nur dünn besiedelt.

1571 erhielt das damalige Dorf Gelsenkirchen das Recht zwei Jahrmärkte pro Jahr am 23.04. und 29.09. abzuhalten.

1815 fiel Gelsenkirchen aufgrund der Beschlüsse des Wiener Kongresses an Preußen. Bis 1840 war Gelsenkirchen durch Landwirtschaft geprägt, in der die Menschen ein dörfliches Leben führten.

1840 wurde die Kohle entdeckt und mit ihr folgte ab 1850 auch die Industrialisierung in Gelsenkirchen.

1847 wurde der erste Bahnhof in Gelsenkirchen eröffnet.

1850 erreicht der Ruhrbergbau auch Gelsenkirchen und die umliegenden Gemeinden. Der Industrialisierungsprozess gestaltete die Dörfer und Bauerschaften auf dem Gebiet Gelsenkirchens um.

1868 wurde Gelsenkirchen Sitz eines eigenen Amtes im Kreis Bochum.

1872 gründete Friedrich Grillo Aktiengesellschaft für Chemische Industrie und den Schalker Gruben- und Hüttenverein. 1873 gründete er die Glas- und Spiegel-Manufactur AG.

Am 29.11.1875 erhielt Gelsenkirchen die Stadtrechte.

1885 wurde Gelsenkirchen Sitz eines eigenen Kreises.

1897 wurde Gelsenkirchen eine kreisfreie Stadt.

 

1900 - heute


1904 wurde der Fußballverein FC Schalke 04 gegründet.

1907 wurde der Hauptbahnhof eröffnet.

1928 wurden die Städte Gelsenkirchen und Buer zur neuen kreisfreien Stadt Gelsenkirchen-Buer zusammengeschlossen.

1930 wurde die Hydrierwerk Scholven AG GE-Buer gegründet.

1936 wurde die Gelsenberg Benzin AG gegründet.

1938 besuchte Adolf Hitler die Stadt anlässlich der Trauerfeierlichkeiten des Industriellen Emil Kirdorf.

In der Pogromnacht vom 09.11. auf den 10.11.1938 wurde die Synagoge in Buer und die Synagoge in der Innenstadt zerstört.

Während der Zeit des Nationalsozialismus war Gelsenkirchen ein Zentrum der Kriegswirtschaft. Auf dem Gelände der Gelsenberg Benzin AG waren etwa 2000 Ungarinnen (Frauen und Mädchen), die Zwangsarbeit in dem Hydrierwerk leisten mussten, untergebracht. Auch gab es hier ein Außenlager des KZ Buchenwald.

Während des Krieges wurde die Stadt zu 75 Prozent zerstört.

Von dem 1975 verstorbenen Chirurgen Dr. Rudolf Bertram ist überliefert, dass er gegen Kriegsende mit der Krankenschwester Ruth Theobald und der Ordensschwester Epimacha 17 jüdische Frauen vor dem Abtransport ins Außenlager des KZ Buchenwald gerettet hat. 1996 erhielt ihm zu Ehren der Platz vor dem Krankenhaus den Namen „Rudolf-Bertram-Platz“.