Geseke, Deutschland


Geseke ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Sie gehört zum Kreis Soest.

1975 wurden Geseke und das damalige Amt Störmede zur neuen Stadt Geseke zusammengelegt.

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik

6. Jahrhundert bis 1899


Im 6. Jahrhundert gab sich auf dem Gebiet der heutigen Stadt eine frühmittelalterliche Siedlung.

833 wird Geseke erstmals urkundlich erwähnt.

946 gründete die Familie der Haolde ein Damenstift in Geseke.

952 nahm König Otto I. das Damenstift unter seinen Schutz.

1217 erhält Geseke das Stadtrecht.

1348 starben viele Bewohner an der Pest.

1374 wurde das Hospital zum Heiligen Geist gegründet.

1380 wurde Geseke Mitglied der Städtehanse.

Um 1465 wurde der Maler Gert van Loon in Geseke geboren.

1564 wurde der Protestantismus in Geseke verbreitet.

1604 beginnen die ersten Hexenverfolgungen in Geseke. Bis 1712 wurden 32 Personen hingerichtet.

1608 baute das Damenstift der Stadt die Stiftsschule.

1613 starben viele Bewohner an der Pest.

Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) blieb Geseke die einzige nicht eroberte Stadt Westfalens. In den Jahren 1635 bis 1636 starben viele Bewohner an der Pest.

1637 wurde das Franziskanerkloster Geseke gegründet.

1664 begann der Bau des Handelshauses Dickmann.

1687 wurde Gymnasium Antonianum eröffnet.

1689 wurden bei einem Stadtbrand am 30.08. fast 25 Prozent der Gebäude vernichtet.

1699 wütete die Rote Ruhr in der Stadt, 130 Menschen starben.

1705 wurde die Maria-Hilf-Kapelle geweiht.

1811 wurde der Viehmarkt ins Leben gerufen.

1815 fiel Geseke aufgrund der Beschlüsse des Wiener Kongresses an Preußen und 1816 in den neugeschaffenen Kreis Lippstadt eingegliedert.

1834 wurde das Franziskanerkloster aufgehoben und in den Räumen 1841 ein Krankenhaus eingerichtet.

1850 wurde die Eisenbahnstrecke Hamm-Soest-Paderborn mit einer Bahnstation in Geseke in Betrieb genommen.

1854 wurde die städtische Sparkasse Geseke gegründet.

1868 erschien die erste Geseker Zeitung „Westfälischer Volksfreund“ erschien. Geseke erhielt auch die erste Straßenbeleuchtung.

1870 wurde der Gösselmarkt ins Leben gerufen.

1892 erschien die „Geseker Zeitung“.

1894 wurde die Freiwillige Feuerwehr Geseke gegründet.

 

1900 - heute


1900 begann das städtische Elektrizitätswerk mit der Stromerzeugung.

1901 wurde Geseke an das Fernsprechnetz angeschlossen.

1912 wurde mit dem Bau des städtischen Wasserwerks begonnen. 1914 konnte das Wasserwerk den Betrieb aufnehmen.

1933 wurde in Geseke die erste evangelische Kirche gebaut.

Bereits 1933, kurz nach der Machtergreifung Hitlers, gab es erste Anfeindungen gegenüber den jüdischen Bürgern in Geseke.

1938 kam es in der Pogromnacht vom 09.11 auf den 10.11. zu Ausschreitungen gegenüber den jüdischen Familien. In den Folgejahren verließen die wenigen Juden entweder die Stadt oder wurden in Konzentrationslager gebracht.

Nach dem Krieg stieg die Einwohnerzahl durch den Zustrom von Flüchtlingen und Vertriebenen rasch an.

1968 gewann die Ingrid Becker aus Geseke bei den Olympischen Spielen in Mexiko die Goldmedaille im Fünfkampf.

1978 unterzeichneten die Stadt Geseke und die französische Stadt Loos eine Städtepartnerschaft. 1985 wurden die beiden Städte in Paris mit dem Friedenspreis für deutsch-französische Freundschaft ausgezeichnet.

1994 bekam die Stadt Geseke die Bronzemedaille für die vorbildliche Integration von Aussiedlern verliehen.