Gladbeck, Deutschland


Gladbeck ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen.

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie in Kürze Informationen zu Personen, die aus diesem Ort stammten.

Chronik


Gladbeck ist eine junge Stadt, die erst am 21.07.1919 die Stadtrechte verliehen bekam. Frühgeschichtliche Funde belegen jedoch, dass das Gebiet der heutigen Stadt bereits vor etwa 4000 Jahren besiedelt war.

Im 9. Jahrhundert entstand die St. Lamberti-Kirche.

1161 wurde Gladbeck erstmals urkundlich erwähnt.

Seit 1403 gab es in Gladbeck einen Lambertus-Markt.

Um 1630 wurde die erste Volksschule eröffnet.

1652 wurde der Schützenverein gegründet.

1734 wurde Johann Heinrich Riesener geboren.  Er wurde ein berühmter Möbelkünstler am französischen Königshof Louis XVI

1811 -1815 unter der französischen Herrschaft Napoleons gehörte Gladbeck zum Herzogtum Berg. Das Dorf Gladbeck, Butendorf und Brauck gehören zur Mairie Buer,Zweckel, Rentfort und Ellinghorst gehören zur Mairie Kirchhellen.

1865 wurde die erste Postagentur eröffnet.

Bis etwa 1870 war Gladbeck ein kleines Dorf mit fünf bäuerlichen Gemeinden (Zweckel, Rentfort, Ellinghorst, Butendorf und Brauck), der St. Lamberti-Kirche und wenigen hundert Einwohnern.

1873 begann mit Abteufen der ersten Zeche, die seit 1878 Kohle förderte, die Zeit des Kohleabbaus in Gladbeck. Insgesamt gab es fünf Zechen auf denen Kohle abgebaut wurde. Mit dem Kohleabbau stieg die Einwohnerzahl schnell an, den von überall kamen Bergleute nach Gladbeck. 1915 hatte Gladbeck bereits mehr als 52.000 Einwohner, bekam allerdings erst nach dem Ersten Weltkrieg im Jahr 1919 die Stadtrechte verliehen.

1877 wurde die Straßenbeleuchtung bestehend aus 6 Petroleumlampen installiert.

1878 erfolgt der Anschluss ans Eisenbahnnetz.

1884 eröffnet die Spar-und Darlehnskasse.

1887 lässt sich der erste Arzt dauernd in Gladbeck nieder.

1888 erscheint die erste Gladbecker Zeitung.

1894 wurde das Krankenhaus gegründet.

1899 erfolgte der Neubau der heutigen Lambertikirche im neogotischen Baustil.

Während des Ersten Weltkrieges gab es in Gladbeck ein Kriegsgefangenenlager. Schlechte wirtschaftliche und politische Verhältnisse nach dem Ersten  Weltkrieg und Ende der zwanziger Jahre markieren die weitere Entwicklung der jungen Stadt, die lediglich zwischen 1925 und 1929 eine kurze Blütephase erlebte als Bauvorhaben wie ein Freibad, die Volkserholungsanlage Wittringen mit Schloß und das Stadion realisiert wurden.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde Gladbeck stark zerstört. Bei dem Luftangriff vom 24.03.1945 starben mehr als 3.000 Menschen und etwa 40.000 Menschen wurden obdachlos, weil ihre Wohnungen oder Häuser zerstört worden waren.

1971 wurde die letzte Zeche in Gladbeck geschlossen.

Viele Menschen verloren ihre Arbeit, die Arbeitslosenzahlen stiegen in den Folgejahren immer weiter an. Um neue Unternehmen anzusiedeln wurde der Gewerbepark Gladbeck-Brauck entwickelt.

1997 wurde Gladbeck in einem bundesweiten Wettbewerb des Bundesfamilienministeriums zusammen mit 14 anderen Städten und Gemeinden als besonders kinder- und familienfreundliche Stadt ausgezeichnet.

2002 erhielt Gladbeck den 1. Preis im Wettbewerb "Sportgerechte Stadt" des LandesSportBundes NRW.