Grevenbroich, Deutschland


Grevenbroich ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen. Von 1816 bis 1929 war Grevenbroich Verwaltungssitz des Landkreises Grevenbroich, zu dem die Städte Grevenbroich und Wevelinghoven und 22 kleinere Gemeinden gehörten.

1929 wurden die Landkreise Kreis Grevenbroich, Kreis Neuß und Teile des Kreises Gladbach aufgelöst und in den Landkreis Grevenbroich-Neuß eingeordnet wurden. 1946 wurde der Landkreis Grevenbroich-Neuß wieder in Kreis Grevenbroich umbenannt.

1975 wurden die ehemaligen Gemeinden Frimmersdorf, Gustorf, Hemmerden, Kapellen/Erft und Wevelinghoven sowie der größte Teil der Gemeinde Neukirchen in Grevenbroich eingemeindet.

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie in Kürze Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik


Um 1271 erwirbt das maasländische Geschlecht der Grafen von Kessel die Herrschaft Broich.

1273 verpfändet Graf von Kessel seine Besitzungen und Rechte in Grevenbroich an den Kölner Erzbischof.

1297 stiftet Walram von Kessel stiftet das Wilhelmitenkloster.

Zwischen 1293 und 1308 erhält Grevenbroich die Stadtrechnte.

1499 wird der Bernardusturm des Klosters errichtet.

1511 wird das Grevenbroicher Schloss errichtet.

Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges gerät Grevenbroich zwischen die Fronten kaiserlicher und hessischer Truppen und wird stark zerstört. Grevenbroich wird in den Folgejahren mit Wällen stark befestigt.

1794 wird Grevenbroich von französischen Revolutionstruppen besetzt. Mit der Aufhebung des geistlichen Besitzes durch die französische Verwaltung kommt auch das Ende des Klosters. Das Kloster wird von dem Neusser Industriellen Friedrich Koch gekauft und als Spinnerei und Werkstatt genutzt. Erst 1823 unter preußischer Herrschaft geht das Kloster wieder in kirchlichen Besitz über.

1817 erfindet der Grevenbroicher Diederich Uhlhorn die Kniehebelpresse und revolutioniert damit die Münzprägetechnik. Seine Firma prägt bis Ende des 19. Jahrhunderts alle wichtigen nationalen Münzen.

1867 wird das Gaswerk errichtet. In Folge dessen wird die Innenstadt durch 15 Gaslaternen beleuchtet.

1869 erfolgt der Anschluss an das Eisenbahnnetzt. Die Firmen Rheinische Walzenmühlen AG und die Firma Clingelhöffer lassen sich in der Stadt nieder.

1885 vernichtet ein Großbrand eine Häuserreihe. 1886 wurde die freiwillige Feuerwehr gegründet.

1894 wird das Kloster als Krankenhaus genutzt.

1897/98 entsteht ein kombiniertes Elektrizitäts- und Wasserwerk.

1917 wird in der Versorgungskrise des Ersten Weltkrieges unter Beteiligung des Deutschen Reiches das Erftwerk an gegründet. Rund 800 Menschen finden hier Beschäftigung und stellen 30 Prozent der gesamten Aluminiumproduktion des Reiches her.

1925 nimmt das Kraftwerk Frimmersdorf seinen Betrieb auf.

Die letzten schweren Bombenangriffe gegen Ende des Zweiten Weltkrieges zerstören große Teile der Innenstadt, darunter den Bahnhof und das Gaswerk, welches nicht wiederaufgebaut wurde, da Grevenbroich 1951 an die Ferngasversorgung angeschlossen wurde. Tausende Flüchtlinge aus den ehemaligen Ostgebieten finden eine neue Heimat in Grevenbroich.

1995 fand die Landesgartenschau in Grevenbroich statt. 

2005 erhielt Grevenbroich „Gold“ beim Wettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“.