Hambuch Philipp, 1912, Pronsfeld


Philipp Hambuch
Geboren am:

08.01.1912 in Pronsfeld

Gestorben am: 18.07.1945 im Kriegslazarett Hage in Friesland
Verheiratet: nein
Kinder: keine
Geschwister: ja
Eltern:

nicht bekannt

Sein Wunsch, sein Elternhaus neu aufzubauen, ging nicht in Erfüllung

Philipp Hambuch wurde am 08.01.1912 in Pronsfeld geboren.

Von Beruf Zunft- und Bauschlosser war er durch seinen Fleiß, seine Häuslichkeit, seine Sohnes- und Bruderliebe allzeit die Seele seines Elternhauses und durch seinen Kameradschaftsgeist ein lebendiges Mitglied des Kolpingvereins seiner Heimatpfarrei.

Der unerbittliche Krieg rief ihn zum Flugzeugbau auf allen Kriegsschauplätzen. Hart war überall sein Arbeitsschicksal in den grausamen Kriegsjahren. Besonders hat traf ihn die Vermisstennachricht seines ältesten Bruders Nikolaus bei Stalingrad in Russland.


Noch härter traf ihn jedoch die Evakuierung und totale Ausbombung seiner alten Eltern und seiner lieben Schwestern gegen Kriegsende, als der zu militärischen Zwecken dienende Nachschubbahnhof in Pronsfeld bombadiert wurde und dabei gleichzeitig der Ort zu achtzig Prozent zerstört wurde, darunter auch sein Elternhaus.

Das völlig zerstörte Elternhaus neu aufzurichten, war sein letzter großer Herzenswunsch, der nicht in Erfüllung ging. Philipp Hambuch starb nach Kriegsende am 18.07.1945 im Alter von 33 Jahren im Kriegslazarett Hage in Friesland und wurde dort mit 200 weiteren Kameraden auf dem Ehrenfriedhof beigesetzt.

Seine Familie, die aufgrund des harten Krieges, völlig ausgebombt und Haus und Hof verloren, fern der alten Heimat evakuiert war, erreichte die Nachricht über den Tod von Philipp Hambach erst am 11.03.1946.


Gedenkseite 1643