Hoffmann Christian, 1933, Dackscheid


Geboren am: 25.05.1933 in Dackscheid
Gestorben am: 06.04.2005 in Lüttich (Belgien)
Verheiratet mit: Regina Hoffmann geb. Kirchens         
Kinder: Norbert und Martin
Geschwister: Maria und Klaus
Eltern: Anna und Nikolaus Hoffmann

Eine kuriose Urnenbeisetzung

Christian Hoffmann wurde am 25.05.1933 als erstes Kind von Anna und Nikolaus Hoffmann in Dackscheid geboren. 

1953, mit Anfang 20, zog Christian der Liebe wegen von Dackscheid nach Afst, Belgien wo er zusammen mit seiner zukünftigen Ehefrau Regina Kirchens bis zu seinem Tod lebte. Aus der Ehe stammen seine beiden Söhne Norbert und Martin.  Martin starb in jungen Jahren bei einem tragischen Verkehrsunfall.

Sein Leben war gekennzeichnet von harter Arbeit. Unter anderem als Landwirt, dann als Waldarbeiter und viele Jahre als Vorarbeiter bei der Firma Gustav Balter in Losheim. Bis zu seinem Lebensende verband ihn ein inniges Verhältnis zu seinem 10 Jahre jüngeren Bruder Klaus, den er fast wöchentlich in seinem Elternhaus in Dackscheid besuchte.


Ende März 2005 stellten sich bei Christian Hoffmann Atemprobleme ein. Nach einem Krankenhausbesuch in St. Vith in Belgien, wo ihm fälschlicherweise eine Lungenentzündung statt eines leichten Herzinfarktes diagnostiziert wurde, wurde er in das Krankenhaus in Lüttich eingeliefert. Sein Bruder Klaus besuchte ihn am Sonntag, 03.04.2005 in Lüttich. Anschließend sagte, er habe das ungute Gefühl, es sei heute ein Abschied für immer von seinem geliebten Bruder gewesen. Drei Tage später war Christian tot.

Christian Hoffmann starb während einer Herzoperation am Mittwoch, 06.04.2005 im Krankenhaus in Lüttich im Alter von 72 Jahren.


Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Johanna Morgenrot aus Wuppertal mit Christian Hoffmann

Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Hochzeitsfoto Regina geb. Kirchens und Christian Hoffmann


Nach dem Gottesdienst wurde der Sarg von Christian Hoffmann ins Krematorium gebracht. Gegen 15:00 Uhr sollte seine Urne zur Beisetzung eintreffen.

Die engsten Familienangehörigen, die auf Eintreffen der Urne warteten, warteten und warteten. Christians Sohn versuchte verzweifelt, den Verbleib der Urne telefonisch zu klären. Irgendwann meldete sich der Fahrer des Bestattungsunternehmens. Er hätte eine Panne gehabt, wäre aber bald da. 

Erst mit viel Verspätung traf die Urne tatsächlich ein. Der Pfarrer, der seinen wohlverdienten Feierabend an dem Tag verschieben musste, hielt in der kleinen Kapelle des Pfarrhauses seine Rede und danach ging es zur Beisetzung auf den Friedhof. Statt jedoch direkt zu dem Familiengrab zu gehen, wurde ein Teil der Asche auf einer Wiese direkt neben der Friedhofskapelle verstreut, während sich schon alle Familienangehörigen, denen dieses Ritual fremd war, am Grab aufgestellt hatten.

Als der Pfarrer mit der noch übrigen Asche endlich zum Grab kam, wurde die Urne nicht wie man es aus Deutschland kennt, im Grab beigesetzt, sondern nur über dem Grab entleert. Da es sehr windig war, landete ein Großteil der Asche des Verstorbenen auf den am Grab stehenden Familienangehörigen.


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