Hoffmann Johannes, 1881, Hübingen


Geboren am:

13.10.1881 in Hübingen

Gestorben am: 12.12.1964 in Dernbach
Verheiratet: nein
Kinder: keine
Geschwister: nicht bekannt
Eltern: nicht bekannt

Vita

Johannes Hoffmann wurde am 13.10.1881 in Hübingen im Westerwald geboren. Am 03.10.1896 kam er nach Knechtsteden, wo Pater Amandus Acker gerade begonnen hatte, in der noch ganz zerfallenen ehemaligen Prämonstratenserabtei eine Missionsschule einzurichten. 1905 legte er die ersten Gelübde ab. Am Allerheiligenfest 1908 wurde er zum Priester geweiht.

Johannes Hoffmann verbrachte seine ersten 15 Jahre als Priester in Knechtsteden. Seine Vorgesetzten übertrugen ihm zunächst die Leitung der Missionsschule. 1920 ernannten sie ihn zum Superior des Hauses. Knechtsteden mit dem Gnadenbild der schmerzreichen Mutter Maria blieb er sein Leben lang eng verbunden.

1924 wurde er Superior der gesamten deutschen Spiritanerprovinz. 24 Jahre blieb er im Amt. Als erstes verlegte er die Provinzverwaltung von Knechtsteden nach Köln, danach baute er die Neugründungen seines Vorgängers, des späteren Bischofts Klerlein von Kroonstadt in Südafrika, in Speyer und Donaueschingen aus. Seine eigene Neugründung ist das Missionshause St. Joseph in Menden im Sauerland mit dem Heilig Geist-Gymnasium. In Speyer eröffnete er eine Schule für Spätberufene.

Seine Hauptsorge galt den der Provinz anvertrauten Missionen, zunächst der Kroonstadmission, der heutigen Diözese Bethlehem in Südafrika. Hinzu kamen die Benuemission in Nigeria, die heutige Diözese Kabba, und die Juruamission in Brasilien, die heutige Prälatur Cruzeiro do Sul. In dem Maße, wie die Patres und Brüder zahlreicher wurden, half er aus in Kenia, Tanganjika, Kamerun und Angola.

In den Wirren des NS-Regimes nach 1933 hat Johannes Hoffmann der Kirche, ohne Rücksicht auf seine Person, wertvolle Dienste geleistet. Er erfreute sich deshalb der dankbaren Hochschätzung Pius XII. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs versuchte er mit aller Kraft die schweren Wunden zu heilen, die eine erbarmungslose Zeit seiner so verheißungsvoll aufblühenden Ordensprovinz zugefügt hatte. Aufrichtig betete er für seine 97 toten und verschollenen jungen Patres, Seminaristen und Brüder.

In den letzten 10 Jahren seines Lebens widmete sich Johannes Hoffmann verschiedenen Seelsorgearbeiten. Er war ein Prediger von hohen Gnaden. Mit 79 Jahren übernahm er noch die Betreuung des Herz-Jesu-Krankenhauses in Dernbach, wo er am 12.12.1964 im Alter von 83 Jahren verstarb.


Gedenkseite 1600