Hoffmann Peter, 1903, Dackscheid


Geboren am: 28.06.1903 in Dackscheid
Gestorben am: 25.04.1983 in Dackscheid
Verheiratet in 1. Ehe mit: Anna Hoffmann, geb. Willms                                  
Kinder aus 1. Ehe: Anton und Norbert Christian              
Verheiratet in 2. Ehe mit: Maria Hoffmann, geb. Willms
Kinder aus 2. Ehe: keine
Eltern: Katharina und Christian Hoffmann
Geschwister: Katharina I, Nikolaus I, Eva, Maria I, Katharina II, Maria II, Anna Katharina, Nikolaus II, Klara, Johann, Adam (Alfons)

 

Aus seinem Leben

Peter Hoffmann war das zweite Kind, jedoch der erste Sohn von Katharina und Christian Hoffmann.

Im Jahr 1914 musste er mit 11 Jahren die Volksschule verlassen, weil er, nachdem sein Vater zum Wehrdienst eingezogen wurde, als Arbeitskraft im elterlichen Betrieb gebraucht wurde.

Von 1931 bis 1934 baute er in Eigenregie ein Haus am Ortsrand von Dackscheid. 1934 heiratete er aus dem Nachbarort Eilscheid seine Frau Anna, geb. Willms. Aus dieser Ehe stammen seine beiden früh vor ihm verstorbenen Söhne Anton und Norbert Christian.

 

Von 1935 bis 1937 machte er seine Lehre als Maurer bei der Firma Anton Trost in Prüm.

Jeden Tag fuhr er bei Wind und Wetter von Dackscheid die hügelreiche Strecke mit seinem Fahrrad zu seinem Arbeitgeber in dem knapp 20 Kilometer entfernten Ort Prüm.

1942 wurde er von der Wehrmacht eingezogen, allerdings desertierte er 1944.

Desertationen (Fahnenflucht) war im Militärstrafgesetzbuch der Wehrmacht die unerlaubte Entfernung von der Truppe von mehr als sieben Tagen in der Heimat oder mehr als drei Tagen im Feld, ganz gleich ob vorsätzlich oder fahrlässig begangen.

 

Ebenfalls als Desertation galt es, wenn ein Soldat ohne eigenes Zutun von seiner Einheit getrennt worden war und nicht nachweislich alles unternahm, um zu ihr zurückzukehren.

Peter Hoffmann unternahm nachweislich alles, um nicht zur Wehrmacht zurückzukehren. Er versteckte sich bis Kriegsende in Familiennähe vor der Wehrmacht in den Wäldern zwischen Eilscheid und Matzerath. Damit entging er einem Verfahren durch die Wehrmachtjustiz. Bis Ende 1944 wurde wegen Fahnenflucht gegen mehr als 30.000 Soldaten die Todesstrafe verhängt, und etwa 23.000 derartige Urteile wurden auch vollstreckt.

Sein zweiter Sohn Norbert Christian Hoffmann starb 1943 im Alter von 16 Monaten. Im Februar 1945 starb seine Frau Anna bei einem amerikanischen Bombenangriff in Eilscheid.

18 Monate später heiratete er Maria Willms, die ältere Schwester seiner ersten Frau.

Nach Kriegsende machte sich Peter als sogenannter Altmeister als Maurer und Verputzer selbständig und führte seinen Betrieb mit einer wechselnden Zahl an Mitarbeitern bis zu seinem Rentenbeginn im Jahr 1961. Altmeister war eine Sonderregelung direkt nach dem Krieg. So durften Gesellen auch ohne Meisterbrief als sogenannte Altmeister einen eigenen Betrieb führen, sie durften nur nicht ausbilden. 

1962 verstarb sein erster Sohn Anton im Alter von 30 Jahren. Sein Enkelsohn wuchs bei Peter und seiner Frau Maria auf.

Peter verstarb nach kurzer Krankheit im Jahr 1983.


Gedenkseitennummer 18