Hürth, Deutschland


Hürth ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen.

1930 wurden die sechs Einzelgemeinden Berrenrath, Fischenich, Gleuel, Hermülheim, Hürth und Kendenich zu einer "Großgemeinde Hürth" zusammengeschlossen,. 1933 folgten die Gemeinden Efferen und Stotzheim.

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik


Erste Siedlungsspuren stammen aus römischer und fränkischer Zeit. Hürth wurde von mehreren Römerstraßen durchzogen.

Im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit war das Gebiet auf das Erzbistum Köln und das Herzogtum Jülich aufgeteilt.

1794 wurde Hürth von französischen Revolutionstruppen besetzt und kam zum Arrondissement de Cologne (Köln) im Département de la Roer mit Sitz in Aachen.

1800 wurden auf dem Gebiet der heutigen Stadt Hürth zwei Bürgermeistereien gebildet. Seit 1888 wurden die Bürgermeistereien gemeinsam verwaltet.

Hürth verdankt seine Entstehung der industriellen Entwicklung, die durch die Erschließung von Braunkohlevorkommen entstand und dem 1930 erfolgten Zusammenschluss vieler kleiner Ortsteile zu einer Großgemeinde.

In der Weimarer Republik war Hürth eine Hochburg der sozialistischen und kommunistischen Arbeiterbewegung, aber auch das katholische Zentrum verfügte über einen stabilen Wähleranteil von ca. 30 %. Die Nationalsozialisten waren schwach und stark unterrepräsentiert.

1933 waren die Nationalsozialisten nach Zentrum nur zweitstärkste Partei. Dennoch schafften es die Nationalsozialisten den Gemeindedirektor der SPD und den Bürgermeister der Zentrum Partei kurz nach der Wahl verhaften zu lassen. Viele Kommunisten waren bereits im Vorfeld der Wahl verhaftet worden. Die Ende 1932 noch 46 Personen umfassende jüdische Gemeinde wurde durch Vertreibung und Ermordung vernichtet.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden auch in der Hürther Industrie 2.500 - 3.000 Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter eingesetzt. Durch die Nähe zu Köln hatte Hürth auch im Zweiten Weltkrieg besonders zu leiden. Die Industrie und die Brikettfabriken kamen Ende 1944 fast gänzlich zum Erliegen.

Viele leitende Industrieangestellte waren fast ausnahmslos in der NSDAP und wurden nach Kriegsende zunächst nicht wieder von den Besatzungsmächten weiterbeschäftigt. Nach ihrer Entnazifizierung wurden sie jedoch wieder eingestellt, um den Wiederaufbau und die Wiederaufnahme der Produktion sicher zu stellen.

1978 erhielt Hürth den Titel Stadt.

1988 wurde der Kohleabbau eingestellt. Die ehemaligen Braunkohlengruben wurden zu einem Teil in Badeseen und Wälder, ferner in landwirtschaftliche Flächen und in große Mülldeponien umgewandelt. 1975 verlor Hürth kleinere Gebiete im Kölner Grüngürtel sowie Horbell und Bell an die Stadt Köln.