Jerrentrup Fritz Dr. phil., 1907, Gelsenkirchen-Buer


Geboren am:

09.01.1907 in Gelsenkirchen-Buer

Gestorben am: 06.02.1992 in Köln 
Verheiratet mit: Christa Jerrentrup geb. Heide
Kinder: Hans-Heinrich und Ansgar
Geschwister: nicht bekannt
Eltern: nicht bekannt

Aus seinem Leben

Fritz Jerrentrup wurde am 09.01.1907 in Gelsenkirchen-Buer geboren. Nach seinem Abitur studierte er Physik, Mathematik und Psychologie an den Universitäten Münster, Köln und Berlin; 1936 promovierte er zum Dr. phil. Von 1937 bis 1945 arbeitete er als Physiker bei Siemens in Berlin und in Rochlitz/CSFR. 

1938 heiratete er Christa Heide. Aus dieser Ehe gingen zwei Söhne hervor: 1940 wurde sein Sohn Hans-Heinrich und 1942 sein Sohn Ansgar geboren. Ab 1948 war er im Schuldienst in Bielefeld, ab 1949 im Hochschuldienst an der Universität Münster tätig. In Jahre 1951 lehrte er an der Staatlichen Ingenieurschule, der heute bekannten Fachhochschule Köln bis zu seiner Pensionierung 1972. Seine nebenamtliche Lehrtätigkeit fand am 08.12 1991 ein jähes Ende, als er einen Verkehrsunfall hatte. Dr. phil. Fritz Jerrentrup starb am 06.02.1992 in Köln im Alter von 85 Jahren.

Dr. phil. Fritz Jerrentrup

Auf seinem Totenzettel gedenkt seine Familie:

Lieber Vater, Großvater, lieber Begleiter, Gastgeber, Helfer vieler,

Du hast mit Deiner Lebensweise gezeigt, wie in einer vorwiegend materialistisch eingestellten Umwelt franziskanisches Denken und Tun möglich sind. In vorurteilsloser Hinwendung fühltest Du Dich dem, der Dir begegnete, in christlicher Nächstenliebe verpflichtet. Dein pädagogisches Talent sprach bis zuletzt nicht nur Deine Studenten an, es machte Dich sogar zum „Großvater“ bis in Deine Nachbarschaft. Die Gestaltung Deines Einzimmerreichs sowohl nach den Arbeitsbereichen des Alltags als auch nach den Zyklen des Kirchenjahres faszinierte nicht nur die Kinder. Als Physiker und Mathematiker mit ausgeprägt theologisch-philosophischer Neigung hast Du in Fortführung der theologischen Veröffentlichungen Deiner lieben Frau Christa dargestellt, wie unsere Existenz aus diesem „Jammertal" der „Schöpfung in Wehen" herausführen kann zur „Freude und Hoffnung des Christen“. Auch die ökumenische Bewegung, die Du in Kirchengemeinden und im Bund ND mit vielfältigen Aktivitäten unterstützt hast, war Dir ein wesentliches Anliegen. Wir alle, die wir das Glück hatten, in Dir einem außergewöhnlichen Menschen zu begegnen, empfinden schmerzlich den Verlust. Aber vielleicht gelingt es uns, zu dem in Deinem letzten Buch dargestellten Schlußgedanken zu gelangen, dass „selbst der Tod des liebsten Menschen durch Christi Tod und Auferstehung noch ein Anlass zu einer tiefsten mit keiner irdischen Freude vergleichbaren Osterfreude“ ist.

Wir danken Dir



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