Jülich, Deutschland


Jülich ist eine Stadt im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen

Folgende Gemeinden wurden in Jülich eingemeindet:

  • 1972 Barmen, Bourheim, Broich, Güsten, Kirchberg, Koslar, Mersch, Merzenhausen, Pattern bei Mersch, Stetternich, Welldorf

  • 1981 wurde der Doppelort Lich-Steinstraß zu einem Stadtteil von Jülich

Ausgemeindungen:

  • 1972 wurde Krauthausen an Niederzier abgetreten

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik


Jülich entstand zu Zeiten der Römer als eine Straßenstation entlang der römischen Straße von Boulogne-sur-Mer nach Köln.

Im 4. Jahrhundert wurde Jülich mit einem Kastell befestigt. Im 5. Jahrhundert fiel Jülich an die Franken aus dem später die Grafschaft Jülich und 1328 das Herzogtum Jülich hervorgingen.

1234 wurde Jülich vermutlich zur Stadt erhoben.

1239 wurde Jülich im Krieg gegen den Kölner Erzbischof zerstört.

1416 erhielt die Stadt von Herzog Rainald von Jülich-Geldern das finanzielle Selbstbestimmungsrecht.

1547 wurde Jülich bei einem Großbrand fast vollständig zerstört. Dank der Unterstützung des Herzogs wurde Jülich zur glanzvollen Residenzstadt der Renaissance nach Plänen des italienischen Architekten Alessandro Pasqualini ausgebaut. Es entstand die damals modernste Befestigung Europas.

1794 wurde Jülich von französischen Revolutionstruppen besetzt. Die Franzosen erweiterten die Festungsanlagen der Stadt.

1815 fiel Jülich aufgrund der Beschlüsse des Wiener Kongresses an Preußen.

1841 wurde Jülich an das Eisenbahnnetz angeschlossen.

1918 nahm das Reichsbahnausbesserungswerk in Jülich den Betrieb aus. Geplant waren 1800 neue Arbeitsplätze, die nicht von der Jülicher Bevölkerung alleine gedeckt werden konnten. Es kam zu einem Zuzug von vielen neuen Bürgern.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt am 16.11.1944 bei Luftangriffen der Alliierten innerhalb von 20 Minuten fast vollständig zerstört. Nach Kriegsende war Jülich komplett zerstört, unbewohnt und ein Wiederaufbau zunächst unwahrscheinlich.

1949 bis 1956 wurde der Stadtkern unter Beibehaltung des Renaissance Grundrisses unter Bürgermeister Heinrich Röttgen wiederaufgebaut.

Seit 1956 zogen viele Akademiker nach Jülich, sie fanden in der damaligen Kernforschungsanlage, die heute Forschungszentrum Jülich heißt, Arbeit.

1998 fand die Landesgartenschau in Jülich statt.