Kau Carl Ferdinand, 1919, Aachen


Geboren am: 18.03.1919 in Aachen
Gestorben am: 13.09.2009
Verheiratet mit: Lilly Kau geb. Schumacher
Kinder: 5, darunter Elisabeth 
Geschwister: 2 Brüder
Eltern:  Victoria und Carl Kau

Aus seinem Leben

Carl Ferdinand Kau wurde am 18.03.1919 in Aachen-Soers als ältester von drei Söhnen der Eheleute Victoria und Carl Kau geboren.

Er wuchs unter der liebevollen Obhut seiner Eltern in Bonn und der Großeltern seitens der Mutter in Aachen auf. Kindheit und Jugend erlebt er als Idyll, was sein Gemüt und seinen wachen Geist nährt. Er lernt mühelos und glänzt in den Naturwissenschaften. Nach dem Abitur beginnt er eine Offizierslaufbahn und muss sich bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges zwanzigjährig dem Ernstfall und großer Verantwortung stellen. Disziplin, strategisches Denken und der sichere Blick fürs Wesentliche lassen ihn drei Feldzüge und eine abenteuerliche Heimkehr überstehen. Er sah sich als Glückskind, aber Fotos belegen die Last der Kriegsjahre. Sie waren eine zweite, ganz andere Reifeprüfung. Mit dem Frieden erlebt er die „Stunde Null"; ohne Amt, ohne Macht und ohne friedenstaugliche Ausbildung. 


Als ihm die Besatzungsmacht ein ersehntes Studium verwehrt, widmet er sich der Landwirtschaft, die für ihn zum Lebensinhalt wird. Er arbeitet zunächst ein Jahr auf dem Gut "Haus Pesch" der verwandten Familie Decker. Über die Höfe der Familien Püllen und Schumacher, wo er bald als „O.K.F.“ ein- und ausgeht, findet er seine Braut, Lilly Schumacher, von Gut Vinkenpütz und heiratet 1951. Es folgen glückliche Jahre mit fünf Kindern, wachsender beruflicher Selbständigkeit und dem Hausbau. Er prägt das Familienleben mit seinem Frohsinn, seiner Zuversicht, seinem Spaß an den Kindern, an Geselligkeit und guten Speisen. Dabei lebt er überzeugt und einvernehmlich mit Lilly die klassische Rollenverteilung und kann sich unter ihrem Wohlwollen manche Eigenheiten leisten - stets mit hohem Anspruch gegenüber sich selbst und den Seinen. Haus und Garten in Rodenkirchen bleiben seine ganze Seligkeit. Mit seinem geduldigen Naturell meistert er mit, aber auch durch seine so besondere Frau das Auf und Ab des Alltags.

Den frühen Tod seiner ältesten Tochter Elisabeth 1997 kann er kaum verwinden. Deren Kinder nimmt er mit Lilly fortan unter den besonderen großelterlichen Schutz. Bis zu seinem Ende hat er einen familiengeprägten Alltag, der nach dem Tod seiner Lilly im Jahre 2007 ohne das gewohnte Gleichmaß und die Kraft der Partnerschaft nach 56 Jahren gefährdet schien. Dem stellt er sich, führt unerschrocken und diszipliniert den ehelichen Plan fort und gibt diesem Lebensabschnitt seine ganz besondere Prägung. Seine strahlenden Augen, sein verschmitztes Lächeln, seine Menschenfreundlichkeit und fröhliche Grundstimmung, sein Spaß am Genuss, seine väterliche Hinwendung zu jedem, der seinen Rat suchte, und eben das kleine Wunder seines „Gehirnkastens" - all das wird vielen fehlen.

Carl Ferdinand Kau starb am 13.09.2009 im Alter von 90 Jahren.

 


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