Kleve (Niederrhein), Deutschland


Kleve ist eine Stadt am unteren Niederrhein an der deutsch-niederländischen Grenze und liegt im Bundesland Nordrhein-Westfalen.

1969 wurden folgende Orte mit der Stadt Kleve zusammengeschlossen:

  • Brienen
  • Donsbrüggen
  • Griethausen
  • Keeken
  • Kellen
  • Materborn
  • Reichswalde
  • Rindern
  • Salmorth
  • Warbeyen
  • Wardhausen 

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik


Die Stadt Kleve ist aus einer Burg aus dem 10. Jahrhundert, die neben einer Siedlung erbaut wurde, entstanden.

1092 wird Kleve erstmals urkundlich erwähnt.

Um 1240 gründete Graf Dietrich VI. auf dem Heideberg gegenüber der Burg die Stadt Kleve und verlieh dieser 1242 Stadtrechte. Kleve war Sitz der Grafen und Herzöge von Kleve.

1368 wurde Kleve fast vollständig bei einem Stadtbrand verwüstet.

Seit 1521 konkurrierte Kleve mit Düsseldorf als herzogliche Residenz.

1528 wurde Kleve erneut fast vollständig bei einem Stadtbrand verwüstet

1741 wurde die Mineralquelle am Springenberg entdeckt und aus Kleve wird Bad Cleve.

1794 wird Kleve von französischen Revolutionstruppen erobert. 1815 fiel Kleve aufgrund der Beschlüsse des Wiener Kongresses an Preußen.

1827 wurde in Kleve der Gebrauch der niederländischen Sprache in Elementarschule und Kirche verboten.

1914 versiegte die Mineralquelle am Springenberg und der Erste Weltkrieg brachte den Kurbetrieb vollends zum Erliegen. Aus Bad Cleve wurde nun wieder Kleve. Nach Kriegsende war die Stadt bis 1926 von belgischen Truppen besetzt.

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurden in Folge wie überall im Land jüdische Bürger diskriminiert, enteignet, verhaftet und deportiert. In der Pogromnacht vom 09. auf den 10.11.1938 wurde in Kleve die jüdische Synagoge niedergebrannt. 50 von etwa 200 jüdischen Bewohnern Kleves wurden während der Zeit des Nationalsozialismus ermordet.

Während der Novemberpogrome am 9. und 10. November 1938 wurde in Kleve die Synagoge niedergebrannt. Am Standort der ehemaligen Synagoge erinnert heute ein genau ihrem Grundriss entsprechendes Denkmal an die ehemalige jüdische Gemeinde Kleves. Von der 1933 ungefähr 200 Mitglieder zählenden jüdischen Gemeinde wurden 50 Menschen während der Zeit des Nationalsozialismus ermordet.

Bei Luftangriffen der Alliierten wurde Kleve zu mehr als 80 Prozent zerstört und circa 1.000 Menschen starben bei den Angriffen. Bei Bodenkämpfen im Februar 1945 zwischen Soldaten der Wehrmacht und alliierten Soldaten starben mehr als 10.000 Soldaten.

Nach Kriegsende zogen viele Heimatvertriebene nach Kleve. Um neuen Wohnraum zu gewinnen wurden bis 1950 Teile des Reichswaldes gerodet und so entstand der Stadtteil Reichswalde.