Kotthaus Heinz Dr. phil., 1917, Goch


Geboren am: 15.03.1917 in Goch
Gestorben am: 20.03.1972 in Düren  
Verheiratet mit:  Hubertine Crampen
Kinder:  2
Geschwister: nicht bekannt
Eltern: Hugo Kotthaus und Gertrud Kotthaus geb. Halkin 

Aus seinem Leben

Heinz Kotthaus wurde am 15.03.1917 als Sohn der Eheleute Hugo Kotthaus und Gertrud geb. Halkin in Goch geboren. Sein Elternhaus und die 6-jährige Gymnasiastenzeit im Collegium Augustinianum in Gaesdonck bei Goch prägten den jungen Menschen schon früh zu einer Persönlichkeit, die im Bewusstsein christlichen Glaubens und menschlicher Verantwortung ihren Weg auch durch die Wirren der Kriegszeit gerade und zielstrebig weiterging. Nach dem Abitur 1937 in Gaesdonck begann er sein Studium der Philologie in Bonn und Berlin, das durch den Kriegsdienst von 1939 bis 1945 unterbrochen wurde. Mut und Tapferkeit verbanden sich mit vorbildlicher Sorge um die Sicherheit der Soldaten, die ihm als Offizier anvertraut waren. Mehrfach wurde er an der Front schwer verwundet und für seine Tapferkeit mit dem EK ausgezeichnet. 1945 konnte er sein Studium an der Universität Bonn wieder aufnehmen, wo er 1948 zum Dr. phil. promovierte und 1949 sein Staatsexamen mit gutem Erfolg bestand. Mit großem pädagogischem Geschick unterrichtete er als Studienreferendar und später als Studienassessor in Gaesdonck und Ürdingen und seit 1953 am Stiftischen Gymnasium in Düren, wo er 1954 zum Studienrat ernannt wurde. 

Am 11.08.1954 heiratete er die Studienassessorin Hubertine Crampen. Aus dieser überaus glücklichen Ehe gingen zwei Kinder hervor, die ihm seine ganze Freude und sein großes Glück bedeuteten. In sorgender Liebe war er seiner Familie verbunden, in deren Geborgenheit er eine seiner Kraftquellen fand. Nach seiner Ernennung zum Oberstudienrat 1957 wurde ihm 1963 die Leitung des Stift. Gymnasiums als Oberstudiendirektor anvertraut. Bis zu seinem Tode wirkte er selbstlos, gerecht und tatkräftig mit kluger Besonnenheit und großer Umsicht für das Ansehen dieser Schule, für ihre Lehrer und Schüler. Sein lauterer Charakter und die spontane Bereitschaft, seine Kräfte zum Wohle seiner Mitmenschen einzusetzen, erwarben ihm das Vertrauen seiner Dürener Mitbürger, die ihn 1961 zum Oberhaupt ihrer Stadt wählten, deren Geschicke er dann elf Jahre lang bis zu seinem Tode als Oberbürgermeister leitete. In uneigennütziger Weise, getragen von tiefem Verantwortungsbewusstsein, erfüllte er auch hier voll und ganz die mannigfaltigen Aufgaben, die ihm gestellt waren. Stets hatte er ein offenes Ohr und eine hilfsbereite Hand für alle, die mit ihren Sorgen und Nöten zu ihm kamen. 

Oberstudiendirektor Dr. Heinz Kotthaus starb am 20.03.1972 in Düren im Alter von 55 Jahren.


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