Lahnstein, Deutschland


Lahnstein ist mit ca. 19.000 Einwohnern die größte Stadt im Rhein-Lahn-Kreis und zählt zu den „großen kreisangehörigen Städten“ im Land Rheinland-Pfalz.

Lahnstein entstand am 07.06.1969 durch Zusammenschluss der vormals selbstständigen Städte

  • Niederlahnstein
  • Oberlahnstein

sowie den Ortslagen Friedrichssegen (ehemals zu Oberlahnstein), Friedland, Hohenrhein, Im Lag und Lahnstein auf der Höhe.

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie in Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik

Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Eine Oberlahnsteiner Volksschulklasse, um 1906. Quelle: Stadtarchiv Lahnstein

Römerzeit

Ihren Namen verdankt Lahnstein den Römern, die an der Mündung der Lahn in den Rhein im vierten Jahrhundert ein Haus aus Stein, einen „Burgus“ errichteten, der mit weiteren Grenztürmen das Römische Reich entlang des Rheins gegen die Germanen sichern sollte. Neben dem Burgus steht die zweitälteste Emporenbasilika Deutschlands, die Johanniskirche. Ihre Ursprünge gehen bis ins 9. Jahrhundert zurück.

 

Mittelalter

Von der Oberlahnsteiner Stadtbefestigung, die gleich nach der Stadtrechtsverleihung 1324 begonnen wurde, stehen noch zahlreiche Türme und Mauerreste. Am Rheinufer wurde ab 1298 die Martinsburg als Zollburg errichtet und später zum Schloss ausgebaut. In Niederlahnstein stehen mehrere wehrhafte Märkerhöfe und auch der Ort war mit Wällen, Gräben und Toren gut geschützt. Hoch über der Stadt thront die wehrhafte Burg Lahneck als Lahnsteins Wahrzeichen. Die Bevölkerung lebte von Landwirtschaft und Weinbau, in Niederlahnstein zusätzlich von der Schifffahrt.

 

Neuzeit

Während Niederlahnstein über 800 Jahre Kurtrier unterstand, war Oberlahnstein Kurmainz zugehörig. 1803 wurden beide nassauisch und ab 1866 preußisch. Durch den Bau der Eisenbahn und der anschließenden Industrialisierung mit Schaffung zahlreicher Arbeitsplätze kam es zu einem enormen Bevölkerungswachstum und der Ausdehnung beider Städte. Seit 1863 sind beide durch eine Eisenbahn- und seit 1873 durch eine Straßenbrücke miteinander verbunden.

 

Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Bergarbeiter in Friedrichssegen, um 1905
Quelle: Stadtarchiv Lahnstein
Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Niederlahnsteiner Einwohner betrachten das Hochwasser vor ihrem Rathaus, 1926
Quelle: Stadtarchiv Lahnstein

 

Im Zweiten Weltkrieg war das Rhein-Lahn-Eck Ziel mehrerer Großangriffe, bei der beide Städte zu einem Drittel zerstört wurden.

Nach Kriegsende setzte rasch der Wiederaufbau ein. Viele neue Wohngebiete wurden erschlossen, trotzdem konnten ein Großteil der mittelalterlichen Stadtbefestigung und viele historische Gebäude vor dem Abriss bewahrt und restauriert werden.

Zu Lahnstein gehört auch der Ortsteil Friedrichssegen, ein ehemaliges Bergarbeiterdorf, das nach Ende der Grubentätigkeit (1913) den Wandel zur Wohngemeinde vollzogen hat. Auf der Höhe entstand in den 1970er Jahren der Ortsteil Lahnstein auf der Höhe mit Kurzentrum, Hotel, Klinik, Tennis- und Ferienpark sowie in den 1990er Jahren das Dr.-Max-Otto-Bruker-Haus.

Durch seine Lage am romantischen Rhein und an der lieblichen Lahn ist Lahnstein das Tor zum Lahntal sowie zum Welterbe Oberes Mittelrheintal. Die Stadt verfügt über eine wachsende Infrastruktur als Mittelzentrum in unmittelbarer Nachbarschaft zur Großstadt Koblenz. Lahnstein bietet über 8.000 Arbeitsplätze und echte Alternativen, wenn es ums Wohnen und um das gesellschaftliche und kulturelle Leben geht.


Wir danken den Mitarbeitern des Stadtarchivs Lahnstein herzlich für die freundliche Unterstützung.