Lambertz Adam, 1881, Stolberg


Geboren am:

18.01.1881 in Stolberg

Gestorben am: 23.05.1973 in Aachen
Verheiratet mit: Wilhelmine Mandelartz
Kinder: 4, darunter Edeltrude
Geschwister: ja
Eltern: nicht bekannt

Aus seinem Leben

Adam Lambertz wurde am 18.01.1881 in Stolberg geboren. In der Geborgenheit eines sehr christlichen Elternhauses und sehr vielen Geschwistern verlebte er in Stolberg eine glückliche Jugend. Viel Freude bereitete ihm das Musizieren in den verschiedensten Kreisen und Orchestern. Ein gläubiges Herz verband ihn von Kindheit an mit der katholischen Kirche, deren treuer Diener er sein Leben lang war. 

Im Jahre 1908 heiratete er Wilhelmine Mandelartz, mit der er bis zu deren Tode im Jahre 1951 in freudvollen und schweren Tagen eine überaus glückliche Ehe führte. Aus dieser Ehe gingen vier Kinder hervor. Tiefen Schmerz brachte ihm der tragische Tod seiner verheirateten Tochter Edeltrude im Jahre 1952. Wie alles in seinem Leben hat er auch diesen Verlust den unerforschlichen Gesetzen Gottes untergeordnet. Viel Freude haben ihm seine fünf Enkel und vier Urenkel bereitet. 

Nach Absolvierung der Schule trat er bereits mit 14 Jahren im Jahre 1895 in die damalige Spiegelmanufaktur Stolberg, Zweigniederlassung der französischen Gesellschaft von Saint-Gobain, ein, in der schon sein Vater und sein Großvater tätig waren. Mit seiner Firma ist er gewachsen und groß geworden und hat ihr mehr als 60 Jahre nach der von ihm gewählten Devise „Dieu d'abord, puis la famille et ensuite le patron" gedient. Er war maßgeblich beteiligt an der Gründung der Vereinigten Glaswerke, in die die Spiegelmanufaktur Stolberg aufging. In den Jahren 1933 bis 1943 hat er seine ganze Kraft in die Bewahrung des französischen Unternehmens gegenüber fremden Einflüssen gesetzt und diese Haltung wurde gewürdigt durch seine Ernennung zum Generaldirektor der Vereinigten Glaswerke im Jahre 1943. Nach dem Krieg hat er sich unermüdlich für den Wiederaufbau der weitgehend zerstörten Werke eingesetzt, um dann jüngeren Händen den weiteren Ausbau des Unternehmens zu überlassen. 

Das Kriegsende erlebte er in Rott in der Eifel, dass ihm seit langem eine zweite Heimat geworden war. Die Ämter, die er in den verschiedensten Gremien, Verbänden und kirchlichen Einrichtungen bekleidete, wie auch die ihm in seinem langen Leben zuteil gewordenen Ehrungen und Auszeichnungen lassen sich kaum aufzählen. Ein in großer Bescheidenheit geführtes Leben und sein starker Glaube gaben ihm die Kraft und die Möglichkeit, vielen in Not geratenen Menschen zu helfen und viele kirchliche Organisationen zu unterstützen. Trotz seines hohen Alters saß er täglich noch in seinem Büro und diktierte mit erstaunlicher geistiger Frische bis zum letzten Tage seine Korrespondenz. Ohne Krankenlager und ohne Todeskampf ist er plötzlich unerwartet gestorben. 

Adam Lambertz starb am 23.05.1973 in Aachen im Alter von 92 Jahren.


Gedenkseite 257