Leifeld Wilhelm Dipl.-Ing., 1901, Ahlen


Dipl.-Ing. Wilhelm Leifeld
Geboren am: 19.03.1901 in Ahlen
Gestorben am: 07.11.1994 in Königswinter 
Verheiratet mit: Elisabeth Leifeld geb. Breitwieser aus Krefeld
Kinder: Gisela und Renate
Geschwister: 6
Eltern:  nicht bekannt

Aus seinem Leben

Wilhelm Leifeld wurde am 19.03.1901 als ältester Sohn von sieben Kindern in Ahlen, Westfalen geboren. Schon in jungen Jahren musste er Verantwortung für die große Familie übernehmen, während der Vater im Ersten Weltkrieg war. 

Nach dem Abitur in seiner Heimatstadt Ahlen begann er mit dem Bergbaustudium. Nach Studienjahren in Clausthal an der Bergakademie und an der Technischen Hochschule München legte er 1928 sein Examen als Diplom-Bergbauingenieur ab. Er war inzwischen Mitglied der beiden Studentenkorporationen Glückauf-Salia, Clausthal und Erwinia zu München geworden. Das Verbindungsleben und die Freundschaft zu den Bundesbrüdern hatten für ihn immer große Bedeutung: noch im Jahr 1994 nahm er am Begrüßungsabend des Stiftungsfestes teil.

Die schwierigen Wirtschaftsverhältnisse im Bergbau ließen den Entschluss reifen, sich selbständig zu machen. So eröffnete er zusammen mit seinem Bruder in Goslar einen Betrieb für Kälte- und Klimaanlagen. Erste Berührung mit der Kältetechnik hatte er als junger Bergbauingenieur, als er ein schwieriges Gelände mit Hilfe eines Kühlsystems abbauen musste. 

1939 heiratete er Elisabeth Breitwieser aus Krefeld, Tochter des Apothekers Georg Breitwieser und seiner Frau Helene Breitwieser geb. Serr. Aus dieser Ehe gingen die beiden Töchter Gisela und Renate hervor. Krieg und Gefangenschaft bis 1947 ließen einen Mann zurückkehren, der an die Grenzen seiner Belastbarkeit gestoßen war. Seine Tatkraft war jedoch ungebrochen. 

Der Wiederaufbau begann: das wachsende Unternehmen führte er erfolgreich bis zu seinem 72. Lebensjahr. Besondere Verdienste erwarb er sich als Pionier auf dem Gebiet von Gemeinschaftskühlhäusern in den Dörfern des Harzvorlandes. Ebenso war er nach dem Krieg maßgeblich an der Entwicklung von Bäckereigefrierschränken beteiligt, was zu einer großen Arbeitserleichterung bei diesem Berufsstand führte.

Im Ruhestand erwarb er ein Haus mit großem Garten, den er bis zu seinem Lebensende mit Freude und Mühe hegte und pflegte. Schöne Reisen und regelmäßige Besuche bei den Kindern und Enkeln hielten ihn aktiv und gesundheitlich stabil. 1988 starb seine Frau an den Folgen eines Schlaganfalles. In den letzten, manchmal auch einsamen Jahren beschäftigte er sich immer mehr mit naturwissenschaftlichen Fragen, mit den Gestirnen und der Botanik. Er fotografierte gern, obwohl ihn die Technik der neuen Apparate oft stundenlang in Anspruch nahm. Für sich selbst anspruchslos war ihm die Sorge für seine Familie ein ständiges Anliegen. Während seines ganzen Lebens sorgte er für seine jüngste Schwester, später für seine kranke Frau, ebenso für seine Kinder und Enkel, wenn Hilfe nötig war. Sein Abschied von dieser Welt war kurz, so wie er es sich immer gewünscht hatte: umgeben von seinen Kindern und Enkeln in den letzten Tagen und Stunden seines erfüllten Lebens.

Wilhelm Leifeld starb am 07.11.1994 in Königswinter im Alter von 93 Jahren.


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