Leverkusen, Deutschland


Leverkusen ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen.

1930 wurde die Stadt Leverkusen 1930 durch den Zusammenschluss der Stadt Wiesdorf mit den Gemeinden Schlebusch, Steinbüchel und Rheindorf gegründet.

1975 wurden Bergisch Neukirchen, der Stadtteil Hitdorf (gehörte ehemals zu Monheim) und Opladen in Leverkusen eingemeindet.

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesem Ort stammten.

Chronik


Der Name der 1930 gegründeten Stadt Leverkusen geht auf den Wermelskirchener Apotheker Carl Leverkus zurück. Dieser verlegte 1861 aufgrund besserer Verkehrsanbindungen seine Ultramarinfabrik von Wermelskirchen in die Nähe der Gemeinde Wiesdorf (heute zu Leverkusen gehörend). Viele der ehemaligen Fabrikarbeiter zogen daher von Wermelskirchen in Gemeinden, die heute zur Stadt Leverkusen gehören, um. Die Werksansiedlung nannte Carl Leverkus „Leverkusen“.

Aufgrund eines Bürgerentscheids im Zusammenhang mit anderen Gemeinden wurde 1929 der Zusammenschluss von Wiesdorf mit Schlebuschs entschieden. Als neuer Stadtname wurde 1930 Leverkusen festgelegt.

Vor allem durch die 1891 nach Leverkusen verlegte die Bayer AG, entwickelte sich Leverkusen nach 1930 zu einer Industriestadt.

Bereits am 7. März 1933 wurde die Stadtregierung gestürzt und die Hakenkreuzfahne zum Zeichen der Machtübernahme der Nationalsozialisten aufgezogen. Der damalige Bürgermeister Claes ging zunächst nicht dagegen vor. Er versuchte vielmehr vergeblich, mit der neuen Regierung zusammenzuarbeiten, nicht aus politischer Überzeugung, sondern weil er den Einfluss auf die Stadt nicht aufgeben und seine Amtszeit nicht auf diese Weise beenden wollte.

Als die Nationalsozialisten 1933 die Macht übernahmen, wurden wie in anderen Städten auch, sämtliche Führungspositionen von Nationalsozialisten besetzt und Mitglieder anderer Parteien oder ehemalige Firmenleiter verhaftet oder in Zwangsarbeiterlager eingewiesen. Jüdischen Geschäftsleuten wurde die wirtschaftliche Basis entzogen. Allerdings gestaltete sich dies anfänglich in Leverkusen schwieriger als in vielen anderen Städten, da die Leverkusener viele Juden persönlich kannten und deswegen nicht sofort deren Geschäfte boykottierten. Der Pfarrer Wilhelm Klingenberg sprach sich offen gegen die Diskriminierung der Juden aus.

1934 untersagte der Oberstudiendirektor Peter Neuenheuser seinen Schülern den Besuch einer Veranstaltung der Hitlerjugend. Er wurde verhaftet und musste Leverkusen verlassen. In den Folgejahren wurden viele andere unbequeme Lehrer beurlaubt, zwangsversetzt oder verhaftet. Lokale Zeitungen, die sich kritisch gegenüber dem Nationalsozialismus geäußert hatten, wurden geschlossen.

In der Pogromnacht vom 09.11. auf den 10.11.1938 wurden jedoch auch in Leverkusen jüdische Geschäfte zerstört und die Synagoge niedergebrannt.

Schon am 07.11.1939 lieferten sich deutsche und britische Flieger einen Luftkampf über der Stadt. Der erste Luftangriff der alliierten Luftwaffe begann am 05.06.1940 und zerstörten viele Gebäude, Teile der Bahnanlagen und Farbenfabriken.

Am 15.04.1945 nahmen US-Truppen die stark zerstörte Stadt ein und Leverkusen kam zur Britischen Besatzungszone.