Löning Heinrich Dr. med., 1910, Lingen


Geboren am:

01.04.1910 in Lingen/Ems 

Gestorben am: 15.01.1993
Verheiratet: ja
Kinder: Stefan
Geschwister: nicht bekannt
Eltern: nicht bekannt

Aus seinem Leben

Heinrich Löning wurde am 01.04.1910 in Lingen/Ems geboren. Nach dem Abitur am Gymnasium Georgianum studierte er Medizin an den Universitäten Kiel, Köln, Freiburg, Würzburg und Wien. Dissertation und Staatsexamen erfolgten 1934 in Leipzig. Als Assistent arbeitete er an der Chirurgischen Universitätsklinik in Leipzig und am Marien-Hospital in Duisburg.

1938 wurde er Facharzt für Chirurgie. Wegen „politischer Unzuverlässigkeit" wurde ihm jedoch kurz darauf von den Nationalsozialisten jede weitere Kliniktätigkeit verwehrt. 1939 ließ er sich als praktischer Arzt in Rütenbrock nieder. Im selben Jahr wurde er bereits von der Wehrmacht als Militärarzt eingezogen. In Kowel in der heutigen Ukraine warnte Heinrich Löning 1941/42 Juden vor Erschießungsaktionen der SS. Postum wurde dieses Verhalten 2017 gewürdigt. 1943 geriet er in Nordafrika in amerikanische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1946 entlassen wurde. 

Aus seiner Ehe stammt sein Sohn Stefan.

Bis 1983/84 praktizierte er in der Georgstraße in Lingen als Hausarzt und Urologe.

Heinrich Löning starb am 15.01.1993 im Alter von 82 Jahren. Er wurde Am Alten Friedhof 1 in Lingen beigesetzt.


Gedenkseite 1411