Ludwigshafen am Rhein, Deutschland


Ludwigshafen ist eine Stadt am Rhein in Rheinland-Pfalz. Sie ist nach Mainz die zweitgrößte Stadt in Rheinland-Pfalz.

Zwischen 1892 und 1974 wurden folgende Städte und Gemeinden nach Ludwigshafen eingemeindet.

  • 1892 Friesenheim
  • 1899 Mundenheim
  • 1938 Stadt Oppau (einschließlich Edigheim), Stadt Oggersheim, Gemeinde Maudach, Gemeinde Rheingönheim
  • 1974 Ruchheim

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie in Kürze Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik


1853 wurde die Stadt Ludwigshafen gegründet. Sie geht auf den Brückenkopf Mannheimer Rheinschanze zurück, die Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz 1607 bauen ließ. Der Brückenkopf wurde um 1800 von französischen Revolutionstruppen zerstört und 1811 entstand an dessen Stelle ein privater Schiffsanlegeplatz.

Aufgrund der Beschlüsse des Wiener Kongresses 1815, kam die linksrheinische Pfalz und damit der private Schiffsanlegeplatz zu Bayern und Mannheim zu Baden. Ab 1820 entstand um den Schiffsanlegeplatz eine private Handelsniederlassung mit künstlichem Hafenbecken, die 1843 vom Staat Bayern gekauft wurde. Der Staat Bayern benannte diese zu Ehren von König Ludwig I. in Bayern in Ludwigshafen um. Der Staat Bayern unterstützte auch das schnelle Wachstum.

1852 verlieh König Maximilian II. Ludwigshafen die Rechte einer Gemeinde und 1853 wurde Ludwigshafen zu einer selbständigen Gemeinde innerhalb des Landkommissariats Speyer.

1865 erhielt die Firma Badische Anilin- und Sodafabrik die Erlaubnis, sich in Ludwigshafen niederzulassen. Eigentlich wollte sich die Firma in Mannheim niederlassen, bekam aber von der Stadt keine freie Fläche zugebilligt. Der Firmenname wurde bald zu BASF abgekürzt und das Unternehmen wurde zu einem der führenden Chemiekonzerne weltweit.

1882 erhielt Ludwigshafen den Namenszusatz „am Rhein“.

1921 kamen bei einer Explosion bei BASF 561 ums Leben und mehr als 2000 wurden verletzt.

1925 wurde Ludwigshafen Großstadt.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden Ludwigshafen und Mannheim aufgrund kriegswichtiger Industriebetriebe der am meisten bombardierte Ballungsraum in Süddeutschland. Mehr als 80 Prozent der Gebäude in Ludwigshafen wurden zerstört. In den Industriebetrieben waren um die 50.000 Zwangsarbeiter beschäftigt. Diese hatten besonders unter den Luftangriffen zu leiden, da sie sich nicht in Luftschutzbunker zurückziehen durften. Die Amerikaner hatten für diesen Ballungsraum Ludwigshafen/Mannheim den Abwurf der ersten Atombombe vorgesehen. Die Bombe wurde jedoch erst nach Kriegsende fertiggestellt und wurde dann in Japan abgeworfen.

Nach Kriegsende kam Ludwigshafen zur Französischen Besatzungszone und wurde Teil des neuen gegründeten Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Der Wiederaufbau der Stadt ging nur langsam voran. Um schnell Wohnraum zu schaffen, wurde Ludwigshafen in einfachem Stil aufgebaut.

1949 gab es eine erneute Explosion bei BASF, bei der 207 Menschen starben und 4000 verletzt wurden. Zudem entstanden auf dem Werksgelände und an Gebäuden in Nähe des Werksgeländes schwere Schäden.

1997 begann die Umgestaltung des Berliner Platzes und dessen Anbindung an den Rhein, der Bau einer zweiten Eisenbahnbrücke und des S-Bahn-Haltepunkts Ludwigshafen-Mitte am Berliner Platz sowie der Bau des Einkaufcenters Walzmühle im Süden der Innenstadt.

2009 erhielt Ludwigshafen den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

2013 wurde Ludwigshafen von einem Rheinhochwasser heimgesucht.