Lünebach, Deutschland


Lünebach ist eine Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Arzfeld im Eifelkreis Bitburg-Prüm, Rheinland-Pfalz.

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie Informationen zu Personen, die aus diesem Ort stammten.

Chronik


Funde aus der jüngeren Steinzeit belegen eine Besiedlung zwischen 3500 bis 1800 vor Christus. Diese Siedler waren Weidebauern.

Um 50 v. Chr. besiedelten die Römer die Region. Lünebach gehört jetzt zur Provinz Belgica Prima. Anfang des dritten Jahrhunderts dringen die Römer über Lünebach nach Daleiden und Dasburg vor. Um 410 ziehen sich die letzten römischen Truppen aus der Region zurück.

1198 wird Lünebach erstmals urkundlich erwähnt.

Als 1789 in Frankreich die Französische Revolution ausbricht und die allgemeinen Menschenrechte verkündet werden, finden diese Menschenrechte in Prüm zunächst nur wenige Anhänger. Der Prümer Kaufmann Jakob Goldschmitt und der Lünebacher Notar Mass halten nächtliche Versammlungen ab und stiften allgemeine Unruhen, jedoch mit wenig Erfolg.

Lünebach gehörte bis 1794 zum Kondominium (Gebiet, was von mehreren Herrschaften verwaltet wird) Pronsfeld, welches unter der gemeinsamen Landeshoheit des Kurfürstentums Trier und des Herzogtums Luxemburg stand.

1795, während der Besatzung durch französische Revolutionstruppen wurde Lünebach dem Kanton Arzfeld im Departement der Wälder (Sitz Luxemburg) unterstellt.

1815 wurde Lünebach aufgrund der Beschlüsse des Wiener Kongresses dem Königreich Preußen zugesprochen. Unter der preußischen Verwaltung wurde Lünebach 1816 in den neu errichteten Kreis Prüm im Regierungsbezirk Trier eingegliedert. Lünebach wird Bürgermeisterei und umfasst die Gemeinden Dackscheid, Eilscheid, Euscheid, Lierfeld, Lünebach, Matzerath, Merlscheid und Strickscheid.

1934 wird Lünebach zum Amt Waxweiler zugeordnet und von der Bürgermeisterei Waxweiler mitverwaltet.

Im Zuge der Ardennenoffensive während des Zweiten Weltkrieges wurde Lünebach zu 80 Prozent zerstört.

2005 wurde der schiefe Kirchturm von Lünebach erneuert und durch einen geraden ersetzt.