Lünen, Deutschland


Lünen ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen.

Folgende Gemeinden nach Lünen eingemeindet:

  • 1914 Lippholthausen
  • 1923 Beckinghausen, Gahmen, Horstmar
  • 1928 Brambauer und Teile von Derne
  • 1968 Niederraden
  • 1975 Altlünen mit den Ortsteilen Alstedde, Nordlünen und Wethmar

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie in Kürze Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik


Um 885 wird Lünen erstmals urkundlich erwähnt.

Um 1018 entstand der erste Steinbau der St.-Marien-Kirche.

Anfang des 13. Jahrhunderts war Lünen mehrmals Versammlungsort der westfälischen Landesherren.

Um 1215 erhielt Lünen eine Befestigung.

1254 wird die St.-Marien-Kirche in der Schlacht bei Brechten zerstört.

1279 erhielt Lünen Stadtrechte im Fürstbistum Münster.

Um 1288 kam Lünen in den Machtbereich des Grafen Eberhard von der Mark.

Um 1300 wurde die St.-Marien-Kirche neu errichtet.

1336 verlegte Eberhards Nachfolger Lünen aus politischen und militärischen Gründen vom Nordufer auf das Südufer der Lippe und verlieht Lünen 1341 Stadtrechte. Lünen erhielt also zweimal Stadtrechte.

1366 wurde die St.-Georgs-Kirche fertiggestellt.

Bedingt durch die Stadtverlegung blieben nur wenige Bewohner am Nordufer wo sich die St.-Marien-Kirche befand. Diese Bewohner lebten überwiegend vom Wallfahrtsverkehr zum Gnadenbild Unserer Lieben Frau von Lünen-Alt. Die St.-Marien-Kirche ist nachweislich der älteste Marienwallfahrtsort im Bistum Münster.

1512 wurde die Stadt bei einem Großbrand, verursacht durch Brandstiftung des Zimmerknechts Gert Balcke, fast komplett zerstört. Nach Festnahme des Täters wurde dieser in Stücke zerlegt und an vier verschiedenen Orten in der Stadt aufgehangen.

1526 starben viele Menschen an der Pest.

1598 wurde die Stadt von spanischen Soldaten während des Spanisch-Niederländischen Krieges besetzt.

1609 gelangte Lünen in den Machtbereich der Kurfürsten von Brandenburg.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Lünen mehrfach von unterschiedlichen Truppen besetzt.

Im Siebenjährigen Krieg lag Lünen in einer Kampfzone, so dass die Stadt durch ständige Einquartierungen von Truppen völlig verarmte.

1753 und 1755 besuchte König Friedrich der Große die Stadt.

1808 bewarb sich Heinrich von Kleist auf die freigewordene Stelle des Postdirektors in Lünen.

Anfang des 19. Jahrhunderts erlangte Lünen aufgrund der Schifffahrt auf der Lippe als Umschlagplatz zeitweise überregionale Bedeutung.

1826 entstand die Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia. Es war das erste größere Unternehmen im Raum Lünen.

Ab 1838 fand jeden Dienstag ein Getreide- und Gemüsemarkt in Lünen statt.

1875 wurde Lünen an das Eisenbahnnetz angeschlossen.

1896 fand die Einweihung der neu erbauten St.-Marien-Kirche statt.

1923 bis 1924 waren in Lünen französische Truppen stationiert.

In der Pogromnacht vom 09.11. auf den 10.11.1938 wurden drei Juden ermordet, ein weiterer starb später an den Verletzungen, die ihm durch nationalsozialistische Anhänger in der Pogromnacht zugefügt worden waren.

Während des Zweiten Weltkrieges starben bei Bombenangriffen 287 Einwohner und über 2600 Häuser wurden zerstört.

Zwischen 1954 und 1960 entstanden das Heinz-Hilpert-Theater und das Geschwister-Scholl-Gymnasium (heute Gesamtschule) sowie das neue Rathaus.

1996 fand in Lünen die nordrhein-westfälische Landesgartenschau statt.

2016 fand in Lünen die 675 Jahr Feier statt.