Minden, Westfalen, Deutschland


Minden ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen.

1973 wurden folgende Gemeinden in Minden eingegliedert.

  • Aminghausen
  • Bölhorst
  • Dankersen
  • Dützen
  • Haddenhausen
  • Hahlen
  • Häverstadt
  • Kutenhausen
  • Leteln
  • Meißen
  • Päpinghausen
  • Stemmer
  • Todtenhausen

Auf den folgenden Gedenkseiten finden Sie in Kürze Informationen zu Personen, die aus diesen Orten stammten.

Chronik

798 - 1899


798 wurden Minden erstmals urkundlich als Ort einer Reichsversammlung Karls des Großen erwähnt. Um 800 gründete Karl der Große in Minden ein Bistum.

977 erhielt Minden das Marktrecht, das Münzrecht und das Zollrecht.

Um 1230 erhielt Minden die Stadtrechte.

1295 wurde das Beginenhaus gegründet. Es entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einer sozialen Einrichtung für Kranke und Arme.

1295 war Minden bereits Mitglied in der Hanse.

1260 wurde das Rathaus errichtet.

1530 wurde die Stadt Minden protestantisch.

Zwischen 1584–1684 fanden Hexenprozesse gegen mindestens 170 Personen, fast ausschließlich Frauen, statt.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Minden 1634 von schwedischen Truppen erobert. Als Ergebnis des Westfälischen Friedens von 1648 kam Minden zu Brandenburg-Preußen.

1720 wurde ein Waisenhaus gegründet.

1757 wurde Minden während des Siebenjährigen Krieges wurde Minden von Franzosen besetzt. Kurz danach versuchte Ferdinand von Braunschweig die Stadt zurückzuerobern und war damit im August 1759 erfolgreich.

1806 besetzten Napoleons Truppen die Stadt, die dann ab 1810 zum Kaiserreich Frankreich gehörte. 1813 fiel Minden wieder an Preußen. In den Folgejahren wurde die Festung wiederaufgebaut, was sich später als Nachteil für die Stadtentwicklung herausstellte. Innerhalb der Festung reichte schon bald der Platz nicht mehr für genügend Wohnraum aus und die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt war stark eingeschränkt. Die industrielle Revolution ging daher fast komplett an Minden vorbei.

1830 wurde aus dem Waisenhaus aus dem Jahr 1720 eine Armen-, Kranken- und Arbeitsanstalt, in der ab 1880 Geisteskranke untergebracht wurden.

1839 wurde das 1295 gegründete Beginenhaus abgerissen.

1864 nahm ein Gaswerk den Betrieb auf.

1865 nahm die Feldschlösschen-Brauerei den Betrieb auf.

Ab 1879 wurde die Stadtmauer abgerissen. Die Stadt erblühte danach auf und Minden konnte wachsen.

1887 wurde das städtische Telefonortsnetz eröffnet.

1883 wurde eine Zündschnurfabrik Ornamin gegründet.

 

1900 bis heute


1902 nahm das städtische Elektrizitätswerk seinen Betrieb auf.

1915 wurde der Mittellandkanals eröffnet.

Während des Ersten Weltkrieges gab es in Minden ein Kriegsgefangenenlager mit etwa 25.000 Gefangenen, die zur Zwangsarbeit auch im Ruhrgebiet und im Rheinland eingesetzt wurden.

Nach Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurden jüdische Bewohner wie überall in Deutschland systematisch verfolgt. Bekannt ist, dass die jüdische Bevölkerung jedoch von dem Rentner Heinrich Take unterstützt wurde.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden bei Minden unterirdische Fabriken errichtet, in denen Zwangsarbeiter Waffen und andere Kriegsgüter herstellten.

1941 wurden die ersten Juden, die noch in Minden lebten, in das Konzentrationslager Riga deportiert.

Bei Luftangriffen wurde Minden stark zerstört und viele Menschen starben. Am 05.04.1945 wurde Minden von kanadischen Truppen eingenommen und kam zur Britischen Besatzungszone.

1949 wurde die im Krieg zerstörte Brücke am Mittellandkanal wieder in Betrieb genommen.

1955 war der Wiederaufbau des Rathauses abgeschlossen.

1957 war der Mindener Dom wiederaufgebaut.

1962 wurde die Hauptverwaltung des Arbeitsamtes von Minden nach Herford verlegt.

1968 nahm die Deutsche Bundesbahn ihren Betrieb in Minden auf.

1994 zogen die britischen Truppen aus Minden fort.

1999 musste das Sommerbad Minden schließen, da die überschuldete Stadt den Unterhalt nicht mehr bezahlen konnte. Dank tatkräftiger Bürger konnte das Bad 2003 wiedereröffnet werden.

2008 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

2016 erhielt Minden den Ehrentitel „Reformationsstadt Europas“ durch die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa.